Schwetzinger Straße: Lärm und Verkehr reduzieren

Mitglieder des AK Verkehr informierten sich vor Ort über die Situation in der Schwetzinger Straße

Mitglieder des AK Verkehr informierten sich vor Ort über die Situation in der Schwetzinger Straße

„Es wird zu schnell gefahren, der Lärm ist vor allem nachts und morgens extrem und es wird kaum kontrolliert. Hier muss was geschehen“, lautete das Fazit der Grünen nach ihrer Aktion am 7. Februar an der Schwetzinger Straße. Sie hatten zum Bürgerdialog an die Endhaltestelle eingeladen. Mit Flugblättern stellten sie ihre Vorschläge für eine Verkehrsberuhigung des Ortseingangs vor. „Die Reaktionen waren sehr positiv. Es hat sich auch gezeigt: Diese Straße wird bislang in der Diskussion vernachlässigt“, so die Sprecherin des Arbeitskreises Verkehr Isabel Moreira da Silva.

„Der Lärm beginnt gegen 4.30 Uhr morgens und wird unerträglich gegen 6.30 Uhr“, klagten mehrere Anwohner. Betroffen seien dabei auch die Bewohner der angrenzenden Straßen wie etwa in der Goethe-Straße. Besonders schlimm sei es nachts: „Da wird ungebremst durchgerast. Was nützen Tempolimits, wenn nicht kontrolliert wird?“, ärgerte sich eine direkte Anrainerin. Für sie stellten auch die Laster ein Problem dar. Diese würden trotz Lkw-Verborts weiterhin durch die Straße fahren. Ein weiteres Ärgernis: die vielen Elterntaxis, die morgens und nachmittags ihre Kinder zur Straßenbahn bringen und wieder abholen. Die Folge seien Staus und chaotische Verhältnisse an der Endhaltestelle.

„Dass der Lärm in der Straße hoch ist, hat der Lärmaktionsplan bestätigt. Zudem macht die hohe Geschwindigkeit der Autofahrer die Situation v.a. für Fußgänger gefährlich. Da auch Jugendliche die Straße nuzten, besteht dringender Handlungsbedarf. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung lassen sich schnell und kostengünstig umsetzen. Da es eine Ortsstraße ist, hat die Stadt es selbst in der Hand, für Abhilfe zu sorgen“, so Moreira da Silva. Und Stadtrat Martin Gramm ergänzt: „Andere Gemeinden sind uns da einige Schritte voraus. Sie haben ihre Hauptstraßen konsequent auf Tempo 30 herabgestuft, die Ortseinfahrten durch Kreisel oder Fahrbahnverengungen entschleunigt.“

Die Grünen fordern für die Schwetzinger Straße durchgängig Tempo 30 bis zur Ortsgrenze. Zudem wollen sie eine Verengung der Fahrbahn an der Ortseinfahrt. Stadteinwärts soll eine Bedarfsampel Jugendlichen eine sichere Querung zum Jugendhaus ermöglichen. Zentrales Ziel ist es, den Durchgangsverkehr in der Haupt- und Schwetzinger Straße zu senken. Die Maßnahmen sind Voraussetzung für die Einrichtung einer verkehrsberuhigten Geschäftszone mit Tempo 20 in der Hauptstraße. (ids)