Stadtentwicklung & Verkehr

Wie soll die neue Brücke über A5 aussehen?

Nach dem Abriss der beiden Brücken über die Autobahn laufen derzeit Verhandlungen zum Bau einer neuen Brücke. Angedacht ist nun, eine einzelne Brücke mit Fahr-, Rad- und Fußweg zu errichten. Dabei soll die Fahrbahn deutlich verbreitert, der Rad- und Fußweg hingegen verkleinert werden.

Hierzu hat sich die Grünen-Fraktion klar positioniert. In einem Schreiben an den Bürgermeister spricht sie sich für einen einspurigen Ausbau der Fahrbahn und damit gegen eine deutliche Verbreitung der Brücke aus. „Es ist unstrittig, dass wir hier eine neue Auto-Brücke brauchen. Diese sollte aber nicht mehr Verkehr als vorher aufnehmen. Ein Ausbau würde zu einem höheren Verkehrsaufkommen führen. Dafür ist aber die Straße nicht ausgelegt,“ so die Grünen. Hinzu käme, dass die Stadt die Mehrkosten für eine Verbreiterung selbst tragen müsste, das Geld hierfür aber nicht vorhanden ist. Eine klare Absage erteilt die Fraktion daher auch Bestrebungen, die Traglast der Brücke von 3 auf 30 Tonnen zu erhöhen und damit für den Schwerlastverkehr auszubauen. (mehr …)

Weiterlesen »

„Behelfsbrücke muss bis zum Sommer stehen“

Brücken verbinden gemeinhin zwei Seiten, sie überwinden Hindernisse und schaffen kurze Wege. Nicht so im Eppelheimer Süden, zumindest was derzeit Fußgänger und Radfahrer betrifft. „Seit dem Abriss der Radbrücke tun sich für sie regelrechte Gräben auf“, erklärt die Fraktion von Bündnis’90/DIE GRÜNEN. „Eine der wichtigsten und sichersten Radwegeachsen zwischen Eppelheim und Heidelberg ist abgeschnitten. Nicht nur Schüler/innen, sondern auch viele Berufspendler, Freizeitradler und Nutzer der nahgelegenen Sportanlagen müssen jetzt weite Wege in Kauf nehmen. Diese große Lücke im Fuß- und Radwegenetz muss deshalb schnellstmöglich geschlossen werden. Der Umweg über die Brücke an der Hauptstraße kann nur eine kurzfristige Lösung sein“, so die Grünen.

Die Fraktion begrüßt deshalb die Bemühungen der Stadt, eine Behelfsbrücke zu errichten. Sie fordert hierzu konkrete Aussagen von Seiten des Regierungspräsidiums. Die Fraktion: „Bislang heißt es nur, es werde geprüft. Das ist nicht akzeptabel. Bis spätestens zum Sommer muss die Brücke stehen“.

Der Abriss der Radbrücke offenbart nach Auffassung der Grünen zugleich eklatante Versäumnisse in der städtischen Verkehrspolitik. „Radfahrer und Fußgänger sind in Eppelheim eine vernachlässigte Spezies. Während Heidelberg auf den ‚Notfall’ vorbereitet war – Radfahrer finden hier gut ausgebaute Wege vor -, mussten in Eppelheim Brücke und Kreuzung erst eiligst entschärft werden. Die Maßnahmen sind unseres Erachtens dennoch nicht ausreichend. Zu wünschen bleibt, dass der Vorfall als Chance gesehen wird und weiter in eine verbesserte Radinfrastruktur investiert wird. Hierzu hat unsere Fraktion zusammen mit dem ADFC breits vor Wochen zahlreiche Vorschläge unterbreitet,“ erklärt die Fraktion abschließend.

Weiterlesen »

Abstufung der Hauptstraße: Grüne wollen Bürgerbeteiligung und Gesamtkonzept

Der AK Verkehr des Stadtverbands Bündnis’90/DIE GRÜNEN befasste sich in seiner letzten Sitzung mit der Abstufung der L543. Lang von den Grünen gefordert, wurde dies nun zum 1. April Realität. „Das ist eine Chance, aber auch eine Herausforderung“, so Isabel Moreira da Silva, Stadträtin und AK-Sprecherin. „Wir sind erst am Anfang des Wegs.“ Sie berichtete über den Stand der derzeitigen Planungen. „Die gute Nachricht: Vieles von dem Modell Begegnungszone, das wir vorgeschlagen haben, kann umgesetzt werden, z.B. in Form einer verkehrsberuhigten Geschäftszone. Tempo 20 ist laut Verkehrspolizei problemlos möglich. Auf Querungshilfen oder Ampeln kann ebenfalls verzichtet werden. Voraussetzung ist eine Umgestaltung der Straße. Was nicht geht, ist die komplette Absenkung des Gleiskörpers. Das wurde vom Regierungspräsidium aus Gründen der Verkehrssicherheit abgelehnt.“ (mehr …)

Weiterlesen »

Grüne Position zur Abstufung der L543 (Hauptstraße)

Es war ein langer Weg. Aber wie sagte schon der Philosoph: „Politik ist das lange und langsame Bohren dicker Bretter“. Im August 2009 nahm der Gemeinderat einen erneuten Anlauf, die Hauptstraße herabzustufen. Heute, zweieinhalb Jahre später, ist es nun amtlich. Die Hauptstraße kann zum 1. April heragestuft werden – sofern kein Widerspruch kommt. Unsere Fraktion hat das Vorhaben immer unterstützt und wird daher heute ihr OK zur endgültigen Abstufung geben.

Das Vorhaben war nicht unumstritten. Mit einer knappen Mehrheit von nur 11 Stimmen bei 7 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen wurde der Antrag damals auf den Weg gebracht. Um so mehr freut es uns, dass die einstigen Skeptiker sich heute kreativ am Wettstreit der Ideen beteiligen. (mehr …)

Weiterlesen »

Radwege im Praxistest

Wie sicher bewegen sich Radfahrer in Eppelheim? Das wollten die Grünen wissen und radelten mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) durch die Stadt. Das erste Ergebnis des Praxistests: Es gibt noch viel zu tun in Sachen Radverkehr. „Von der Tour werden wir viel mit-nehmen“, lautete auch das Resümee der Grünen nach eineinhalbstündiger Fahrtzeit. „Wir sehen hier großen Nachholbedarf.“ Bemängelt wurden insbesondere die unsicheren Ausfallstraßen, die erschwerten Durchfahrtsrouten und die fehlende innerörtliche Ausschilderung. Lob gab es hingegen von den beiden ADFC-Experten für die vorbildlichen Radspuren am Knoten Mozart-, Haupt- und Hildastraße und die überregionale Routenbeschilderung. (mehr …)

Weiterlesen »

„Gewerbegebiet im Süden beschränken“

„Wir stehen zu Wild, wollen aber kein neues Gewerbe im Süden“, lautete das Resümee der Fraktion von Bündnis’90/DIE GRÜNEN in ihrer jüngsten Sitzung zum geplanten Gewerbegebiet Süd. „Es steht außer Zweifel, dass der Standort unseres größten Arbeitsgebers vor Ort gesichert werden muss“, so die Grünen-Stadträte. „Es kann aber nicht sein, dass im Zuge einer Werkserweiterung nun zusätzliches Gewerbe im Süden angesiedelt werden soll.“ (mehr …)

Weiterlesen »

Arbeitskreis „Verkehr“ besichtigte Begegnungszonen in Burgdorf und Biel

Auf Ideensuche in der Schweiz
Die Schweizer sind uns in vielen Dingen voraus. Auch in Sachen alternative Verkehrskonzepte. Dass da etwas abzuschauen ist, das erfuhren jetzt auch einige Mitglieder des Arbeitskreises „Verkehr“ der Eppelheimer Grünen, die im Dezember eine Exkursion nach Burgdorf und Biel unternahmen.

Foto (ids) (v.l.n.r.): Chr. Girmond, M. Gramm, I. Moreira da Silva, H. Nickisch-Kastner, W. Schmittel (alle AK Verkehr), P. Hänsenberger (Leiter Baudirektion Burgdorf), D. Ammon (Geschäftführer Velostation)

Die 5-köpfige Delegation zeigte sich beeindruckt vom Schweizer Konzept der Begegnungszonen. Das Modell, das Fußgängern, Radfahrern, Auto-Fahrern und ÖPNV eine gleichberechtigte Nutzung des Straßenraums ermöglicht, hat bei den Eidgenossen mittlerweile eine 15-jährige Tradition und wird in schätzungsweise 400 Orten in vielen Varianten mit Erfolg umgesetzt.

Der Hintergrund: Seit 20 Jahren werden Untersuchungen und Pläne für den Verkehr in Eppelheim gemacht. Passiert ist bislang nichts. Allen bisherigen Vorschlägen war gemeinsam: Eine Entlastung der Hauptstraße musste stets durch Verlagerung des Verkehrs in benachbarte Straßen erkauft werden. Mit dem Ergebnis, dass die Betroffenen sich vehement zur Wehr setzten und die Stadt immer wieder von einer Realisierung Abstand nahm. (mehr …)

Weiterlesen »

Die Lärmschutzwand im Süden kommt?

Stellungnahme der Grünen-Fraktion zur Ankündigung des Bürgermeisters

In der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) vom 6. Februar kündigt Bürgermeister Mörlein an, die Lärmschutzwand im Süden verlängern zu wollen. Die Kosten beziffert er mit 150.000 Euro. Zudem wird der Eindruck vermittelt, die Idee für die Wand im Süden sei im Dezember 2009 am Schreibtisch des Bürgermeisters entstanden. Dies veranlasst die Grünen-Fraktion zu folgender Stellungnahme:

Wir nehmen wahr, dass der Bürgermeister in Wahlkampfzeiten sich regelmäßig vom Saulus zum Paulus wandelt – und plötzlich verspricht, was er zuvor selbst abgelehnt hat. Tatsache ist, dass unsere Fraktion bereits am 17.12.2007 den Antrag gestellt, die Lärmschutzwand bis zur Leonie-Wild-Straße zu verlängern. Wir waren der Auffassung, dass die Heidelberger Wand den Lärm auch im Süden reflektiert und die Autobahn hier ansteigt, was zu einer stärkeren Belastung der Anwohner führt. Der Antrag wurde abgelehnt. Leider folgte damals eine Mehrheit der Argumentation des Bürgermeisters, wonach eine Umsetzung teuer und planungsrechtlich schwierig ist, weil u.a. das Gelände auf Heidelberger Gemarkung liegt und der dort verlaufende Fußweg verlegt werden müsste. (mehr …)

Weiterlesen »