Patricia Popp soll Amtsgeschäfte übernehmen

Als unerhört bezeichnen die Grünen das Festhalten von Dieter Mörlein an den Chefsessel. Sie reagieren damit auf seine Ankündigung, bis zur Gerichtsentscheidung weiter im Amt bleiben zu wollen. Aber auch die Ablehnung eines Antrags der Grünen, das Thema auf die Tagesordnung zu setzen, und einen Artikel der Fraktion abzudrucken, stößt bei den Grünen auf Unverständnis. „Das ist kein guter demokratischer Stil.“ Um dem Ausdruck zu verleihen, haben sich Grüne und SPD am vergangenen Samstag mit Plakaten und Flyern für eine Einsetzung von Patricia Popp als Amtsverweserin stark gemacht. Viele Bürger sind dem Aufruf zur Solidaritätsbekundung auf dem Wasserturmplatz gefolgt. „Die Bürger sind aufgebracht und verstehen das nicht. Diese Debatte führt nur zu Politikverdrossenheit und schadet dem Ansehen Eppelheims“, so die Grünen.

„Es stand Mörlein frei, nochmals zu kandidieren. Hierauf hat er verzichtet. Eine Verlängerung der Amtszeit über die Hintertür hätte nicht nur ein Geschmäckle. Es wäre schlechter demokratischer Stil. Nach wie vor erwarten wir, dass Mörlein als guter Demokrat das Ergebnis der Wahl respektiert und Patricia Popp die Amtsgeschäfte zu Jahresbeginn übergibt“, erklären die Grünen. „Patricia Popp hat die Wahl zur Bürgermeisterin von Eppelheim im ersten Wahlgang mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Zur Demokratie gehört, das Ergebnis einer Wahl zu akzeptieren, auch wenn sie einem nicht gefällt.“

Nur der Gemeinderat und der noch amtierende Bürgermeister können durch eine Entscheidung ein deutliches demokratisches Signal setzten. Deshalb setzen die Grünen darauf, dass das Thema zur Einsetzung von Patriciap Popp als Amtsverweserin in der Gemeinderatssitzung am 30. Januar beschlossen wird. (cbg)

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