Grüne freuen sich: Eppelheim weitgehend pestizidfrei

Dass die Stadt Eppelheim seit längerem auf Pestizide verzichtet, ist spätestens seit letztem Jahr bekannt. Wir berichteten darüber. Die Grünen-Fraktion wollte jedoch hierzu Näheres wissen und hakte nach. Nun liegt die Antwort auf ihre Anfrage vor. Das Resümee der Grünen-Fraktion: „Das Ergebnis ist erfreulich. Es zeigt aber auch: Eppelheim kann hier noch mehr tun.“

Positiv für die Grünen: Bereits seit 1987 werden auf städtischen Grünflächen in Eppelheim generell keine Mittel gegen Schädlinge benutzt. Wildkräuter an Straßen, Wegen und Plätzen im städtischen Bereich werden laut Umweltamt ausschließlich durch thermische oder mechanische Methoden bekämpft. Zum Einsatz kämen in Einzelfällen lediglich Fungizide und stellenweise Herbizide zur Bekämpfung von Klee auf den Rasenplätzen der Sportvereine. Hierzu die Stadt: „Diese Anwendungen wurden alle zur Genehmigung bei der zuständigen Behörde im Landratsamt beantragt und bewilligt. Diese chemischen Bekämpfungen waren notwendig, um die Funktion der Rasensportflächen zu erhalten und hohe Folgekosten zu vermeiden“. Wie die Stadt weiter bestätigt, bilden diese Maßnahmen jedoch die Ausnahme.

„Die Stadt Eppelheim geht damit mit guten Beispiel voran“, resümiert Grünen-Stadtrat Hubertus Mauss. „Das Beispiel muss Schule machen.“ Deshalb brauche es seitens der Stadt mehr Aufklärung, damit auch in privaten Gärten weniger Gifte benutzt werden. Das heißt für die Grünen auch: „Wir müssen die Landwirte mit ins Boot nehmen, damit auch sie auf unseren Ackerflächen weitgehend auf Pestizide verzichten“, ergänzt Fraktionssprecherin Christa Balling-Gündling. „Denn die Folgen von Pestiziden für die Umwelt gehen uns alle an.“

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