Stadtradeln: Grünes Team ganz vorne – Interview mit Kilometerkönigin Ann-Katrin Hönig

Nach drei Wochen Stadtradeln-Aktion in Eppelheim steht fest: Fast 30.000 Kilometer haben die Eppelheimer*innen bei dieser Aktion zusammen erradelt. Sie zeigen damit Flagge für mehr und bessere Radwege, Umwelt- und Klimaschutz. Nach der vorläufigen Endabrechnung stellt das Team „Grünes Eppelheim 2020“ die meisten Radler*innen und führt auch bei der Kategorie „Gefahrene Kilometer“. Mehr als 8000 Kilometer hat das Grüne Team mittlerweile zurückgelegt. 625 davon gehen auf das Konto von Ortsvorstandsmitglied Ann-Katrin Hönig, die die Kilometerkönigin des Teams ist. Wir haben Ann-Katrin zu ihrem beeindruckenden Kilometerstand befragt.

Ann-Katrin, du stehst mit mehr als 500 km auf Platz eins in unserer Gruppe. Woher kommen die vielen Kilometer?

Die ganzen Kilometer bekomme ich dadurch zusammen, dass ich mit dem Rad jeden Tag zur Arbeit fahre. Das sind jeden Tag mit dem Hin- und Rückweg mindestens 40 km. Ebenso fahre ich öfter mit dem Rad meine Eltern oder meine Freunde besuchen. Und auch am Wochenende unternehmen wir öfter mal kleine Ausflüge mit dem Fahrrad, solange es das Wetter zulässt.

Fährst du jetzt beim Stadtradeln mehr Fahrrad als normal?

Eigentlich fahre ich dadurch nicht mehr Fahrrad als normal. Aber bei dem nasskalten Wetter, das der kommende Herbst jetzt mit sich bringt, ist es an so manchen dunklen Morgen doch ein guter Motivationsansporn. Dann schwenkt man doch nicht aufs Auto um, sondern setzt sich wieder aufs Rad. Schließlich will man ja Kilometer sammeln für das Team!

Warum hast du dich entschieden, beim Stadtradeln mitzumachen?
Ich finde, dass es sich dabei um eine gute Aktion handelt, um auch mehr Aufmerksamkeit auf das Fahrradfahren zu lenken. Teilweise gibt es in Eppelheim schon gut umgesetzte Projekte speziell für Fahrradfahrer, allerdings fehlt es im Stadtzentrum noch an einer geeigneten Lösung, vor allem für die Hauptstraße. Eventuell rückt das nun mehr in den Vordergrund. An der Aktion gefällt mir auch, dass man direkt die eingesparte Menge an CO2 zu sehen bekommt und es sehr viel Spaß macht in einem Team zu fahren. Viele Wege müssen nicht mit dem Auto zurückgelegt werden, was einem durch das Stadtradeln auch bewusster wird und man auch außerhalb dieser drei Wochen öfters auf das Rad steigen wird.

Das Interview wurde von Marc Böhmann geführt.

Foto: Martin Gramm

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