Stadtradeln-Finale: Viele Vorschläge für bessere Radwege

Zum Abschluss der Stadtradeln-Aktion traf sich das Grüne Stadtradeln-Team zu einer Eppelheim-Rundfahrt, um Ideen für mehr und bessere Radwege zu sammeln. Die knapp zwanzig Mitfahrer befuhren dabei Hauptverkehrsstraßen, Nebenrouten und Schleichwege. Bei einigen neuralgischen Punkten erläuterten Stadträtin und Grünen-Sprecherin Isabel Moreira da Silva und Stadtrat Marc Böhmann die aktuelle Verkehrssituation und sammelten Vorschläge zur Verbesserung des Radwegenetzes.

Los ging es an der Hauptstraße. Hier kämpfen die Grünen seit vielen Jahren für eine verkehrsberuhigte Zone. Ziel ist es, den großen Anteil an Durchgangsverkehr zu reduzieren und für alle Verkehrsteilnehmer mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität zu schaffen. „Wenn hier auf der Hauptstraße Schrittgeschwindigkeit für den Autoverkehr gilt, können wir für die vielen Radfahrer eine attraktive Querung schaffen“, verdeutlichte Isabel Moreira da Silva. In der Hildastraße könnten durchgängige Schutzstreifen auf beiden Fahrbahnseiten mehr Sicherheit bringen. Eine Teilnehmerin beklagte die engen Verhältnisse für Radler beim Linksabbiegen von der Hilda- in die Wieblinger Straße. Einig war man sich, dass die Kreuzung insgesamt eine Radfalle darstelle. „Wir fordern seit langem beiderseitige Schutzstreifen bis zur Brücke und einen aufgeblasenen Wartebereich an der Ampel für Linksabbieger“, erläuterte Moreira da Silva. Angeregt wurde zudem, die Einbahnstraße in der Wieblinger Straße zwischen Kreuzung und Hebelstraße für Radfahrer freizugeben. Eine wichtige Rolle im Radverkehrskonzept der Eppelheimer Grünen spielt die Ausweisung weitere Fahrradstraßen als Achse für den Nord-Süd-Radverkehr. Auch deshalb befuhren die Teilnehmenden der „Tour de Eppelheim“ mögliche Routen, so zum Beispiel die Schubertstraße, die Wasserturmstraße und die Friedrich-Ebert-Straße.

Dann ging es in den Süden. Hier planen die vier Anrainerkommunen eine neue Radschnellverbindung zwischen Heidelberg und Schwetzingen mit Anbindung des PHV. Der genaue Trassenverlauf steht noch nicht fest. Moreira da Silva verdeutlichte die Position der Eppelheimer Grünen: „Bei der Planung der Radschnellverbindung muss der Naturschutz eine zentrale Rolle spielen. Wir wollen, dass unterschiedliche Wege geprüft werden, auch zum Beispiel der Brunnenweg, der zurzeit von vielen Schülern als Schulweg genutzt wird.“ Am alten Wasserwerk fordern die Grünen eine Verengung der Straße und Tempo 30 am Stadteingang. Die Teilnehmer*innen waren sich einig: Gerade die Stadteinfahrten von Süden, Norden und Westen sind für Radfahrer*innen eine Zumutung und darüber hinaus sehr gefährlich. Hier wurden Schutzstreifen oder getrennte Radwege angeregt. Die letzte Station der Tour bildete die Endhaltestelle der Straßenbahn an der Kirchheimer Straße. Eine Teilnehmerin beklagte hier, dass Radfahrer*innen, die von Plankstadt kommen, nicht in die Spitalstraße kommen, so dass sie große Umwege fahren müssen.

Marc Böhmann versprach zum Abschluss der „Tour de Eppelheim“, dass beim Mobilitätskonzept der Stadt, das im Frühjahr verabschiedet wird, die Grüne Gemeinderatsfraktion die Interessen der Radfahrer*innen sehr berücksichtigen wird. „Die Verkehrswende ist in Eppelheim überfällig“, so Böhmann. 

Foto: B90/Grüne

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