Rückblick und Ausblick

Liebe Eppelheimerinnen und Eppelheimer,

es ist ein schöner Brauch „zwischen den Jahren“ nochmals den Blick auf das vergangene Jahr zu richten und gleichzeitig Pläne für das neue Jahr zu machen. Das Jahr 2020 wird in die Geschichtsbücher als Jahr der besonderen Herausforderungen eingehen, sei es aus der Sichtweise der schrecklichen Pandemie oder der weltweiten politischen Entwicklungen. Als Eppelheimer interessiert uns aber auch, was ist konkret in unserer Gemeinde geschehen, welche Projekte konnten abgeschlossen werden, welche Planungen wurden verschoben? Klimaschutz, Erhaltung der Landschaft, die Herausforderungen der Mobilitätswende waren auch in Eppelheim beherrschende Themen. Seit 2018 war das „Stadtentwicklungskonzept 2035“ in Arbeit; in Zusammenhang mit dem Konzept muss auch über die Zukunft der Rhein-Neckar-Halle entschieden werden. Das längst überfällige Verkehrskonzept soll jetzt im Frühjahr 2021 vorgelegt werden. Die Belastungen durch den zunehmenden Verkehr werden immer unerträglicher. Warum ist es für eine große Firma im Süden nicht möglich, falsch in den Ort einfahrende LKW durch eine entsprechende Beschilderung vor gefährlichen Situationen für andere Verkehrsteilnehmer zu bewahren? Im Vergleich zu anderen diskutierten Projekten eigentlich eine Kleinigkeit; so wurde „unser Bahndamm“ wurde für 650.000 € versteigert. Die weitere Entwicklung der Patrick-Henry-Village wird von uns kritisch begleitet werden, die Auswirkung auf Eppelheim werden wir genau analysieren und auch dort gegensteuern, wo weiterer Landschaftsverbrauch droht. Die Stadt Eppelheim ist im Frühjahr 2020 dem Landschaftserhaltungsverband beigetreten, die Mitgliedschaft darf nicht nur bloße Formalität bleiben, sondern muss mit Leben erfüllt werden. Im Februar wurde auf unseren Antrag die Überarbeitung der Umweltförderprogramme durch den Gemeinderat einstimmig beschlossen, auch hier werden wir auf die Umsetzung im Jahr 2021 achten müssen. Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Bürgern beim Wässern unserer städtischen Bäume ist sicherlich noch verbesserungsfähig. Der Radschnellweg Heidelberg – Schwetzingen muss schnell realisiert werden, damit „wechselwilligen Pendlern“ eine sichere Alternative angeboten werden kann. Viele Projekte wurden durch Corona ausgebremst. Wir müssen aber aufpassen, dass die Pandemie nicht immer zur Erklärung für lähmenden Stillstand herangezogen wird. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund und arbeiten mit an der Gestaltung unserer Heimatstadt Eppelheim, dass sich auch nachkommende Generationen wohlfühlen können. Für Ihre Anregungen und Wünsche können Sie sich gerne an mich wenden: Martin.Gramm@gmx.de

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