Erweiterung des Schulzentrums: Grüne fordern solide Finanzierung und mehr Realismus

Als übereilt, unausgereift und zu teuer bezeichnete der Grünen-Vorstand bei seinem letzten Treffen die Entscheidung des Gemeinderats, ein 10-Milionen-Projekt im Eintempo ohne fundierte Zahlen auf den Weg zu bringen. Angesichts des zu erwartenden Steuereinbruchs und der Haushaltsbelastung durch eine jährliche ÖPP-Rate von derzeit 2,5 Mio. Euro und weiterer dringender Investitionen in Sozialwohnungen forderte der Vorstand der Ortsgrünen mehr Zurückhaltung und Realismus bei Bauvorhaben. Nicht das Wünschenswerte, sondern das Notwendige müsse nun im Vordergrund stehen. Bei dem Mammutprojekt im Schulzentrum, das in nur zwei Wochen durch die Greminen gepeitscht wurde, vermisst der Vorstand vor allem verlässliche und tragbare Zahlen zu den Folgekosten. „Zur Baufinanzierung kommen noch die Unterhaltkosten und die Kosten für die Innenaustattung. Für Ganztagesschule, Kinderhaus, Mensa, Musikpavillion und neue Bibliothek, wie es jetzt geplant ist, läppern sich schnell mehrere Millionen Euro zusammen,“ so der Vorstand. Auch sind nach seiner Auffassung nicht alle Maßnahmen durchdacht. So etwa die geplante Verlegung des Jugendhauses vom alten Wasserwerk in das neue Gebäude im Schulzentrum. „Das halten wir für nicht zielgerichtet. Hier wird an den Bedüfnissen der Betroffenen vorbei geplant. Kinder und Jugendliche wollen ihre Freizeit weitab von Klassenzimmer und Pausenhof verbringen. Statt eine Konzentration aufs Schulzentrum brauchen wir mehr dezentrale und quartiernahe Treffpunkte für Jugendliche.“ Nun hofft der Vorstand, dass spätestens mit Vorliegen der Architektenpläne auch alle Zahlen und Fakten zu Finanzierbarkeit und Folgekosten auf den Tisch kommen.

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