Die neue BioEnergietonne: Schont das Klima und spart Geld

In der Sitzung am 13.12.2011 hat der Kreistag des Rhein-Neckar-Kreises wesentliche Änderungen in der Abfallwirtschaft beschlossen. „Endlich wurde eine Mehrheit dafür gefunden, die Biomüllerfassung wieder zu forcieren“, berichtete die Grünen-Kreisrätin Christa Balling-Gündling in der letzten Versammlung des Ortverbands von Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Mit Verwertung und Vermarktung des Biomülls und verstärkter energetischer Nutzung biologischer Abfälle kommt der Kreis damit einem wiederholt ein-gebrachten Antrag der Grünen im Kreistag nach. „Der Kreis hat damit einen wichtigen Schritt in Richtung Energiewende getan“, erklärte die Kreisrätin weiter. Nach Abschaffung der sogenannten Mehrkammertonne sei der Anteil des Biomülls von über 22.000 Tonnen kontinuierlich auf unter 6.000 Tonnen gesunken. Der Rohstoff landete in der Verbrennungsanlage. Statt 18 Euro pro Tonne für die Kompostierung seien über 139 Euro je Tonne bei der Verbrennung als Restmüll gezahlt worden. „Dieser ökonomische und ökologische Unsinn wird nun 2012 endgültig beendet“, so Balling-Gündling. Mit der neuen BioEnergietonne wird nicht nur ein wich-tiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Da für die Nutzung keine Leerungs- und Behältergebühren anfallen, spart der Bürger auch bares Geld.

 

Was ist neu an der BioEnergietonne?

Die bisherige Biotonne wird ab dem 01.01.2012 als gebührenfreie BioEnergietonne angeboten. Diese kann für alle biologisch abbaubaren und organischen Abfälle (Obst- und Gemüsereste, Laub, Rasenschnitt, Kaffee- und Teefilter, Eierschalen) genutzt werden. Die BioEnergietonne gibt es in den Größen 80, 120 und 240 Liter und wird 14-tägig geleert. Die Bioabfälle werden im Kompostwerk in Heidelberg kompostiert. Für die Zukunft strebt der Rhein-Neckar-Kreis die Verwertung des Biomülls in Biogasanlagen an. Weiter hat der Kreistag beschlossen, ab dem nächsten Jahr holzigen Grünschnitt, wie Äste und Zweige, ebenfalls gebührenfrei bei den Abfallanlagen der AVR GmbH in Sinsheim, Wiesloch, Ketsch und Hirschberg entgegenzunehmen. Der Grünschnitt wird zu Holzhackschnitzel verarbeitet und dann in einem Biomasseheizkraftwerk thermisch verwertet und zur Erzeugung von Fernwärme genutzt. Außerdem können ab dem 1. Januar 2012 Bioabfälle, wie Laub und Rasenschnitt, verwelkte Blumen und Stauden, Obst- und Gemüseabfälle, bei den Abfallanlagen der AVR GmbH in Sinsheim, Wiesloch, Ketsch und Hirschberg gebührenfrei angeliefert werden. Mischanlieferungen von holzigem Grünschnitt und Biomüll sind allerdings aufgrund der unterschiedlichen Verwertungswege gebührenpflichtig. cbg/ids

Bestellt werden können die BioEnergietonnen beim AVR des Rhein-Neckar-Kreises unter Tel. 07261/931-2

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