17 neue E-Ladesäulen am Schulzentrum – Eppelheim baut eigene Ladeinfrastruktur aus

Mit der Baugenehmigung für die Dr.-Hans-Peter-Wild-Sporthalle ist Eppelheim nach dem Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) verpflichtet, mindestens ein Drittel der vorgeschriebenen 50 Stellplätze für Ladeinfrastruktur vorzubereiten. Mit dem Beschluss in der vergangenen Ratssitzung ging die Stadt nun einen Schritt weiter. Sie ergreift die Gelegenheit und macht gleich Nägel mit Köpfen – und installiert 17 Ladesäulen statt der gesetzlich geforderten einen Säule. Das ist gut so. Wer den Ausbau der Elektromobilität ernst nimmt, muss weiterdenken.

Die von der Verwaltung vorgelegte Bedarfsanalyse verdeutlicht den Handlungsdruck unmissverständlich: Bereits heute fehlen in Eppelheim 264 kW öffentliche Ladeleistung. Bis 2030 wächst dieses Defizit auf nahezu 1 MW an. In unserer Stellungnahme machten wir deshalb deutlich: Wer jetzt nicht handelt, verschiebt das Problem nur in die Zukunft – und macht den späteren Ausbau deutlich teurer und aufwendiger. Das Ladeinfrastrukturkonzept ist keine freiwillige Investition, sondern eine notwendige Zukunftsentscheidung. Es schafft die Voraussetzungen dafür, dass Eppelheim mit der steigenden Zahl von Elektrofahrzeugen Schritt halten kann und nicht den Anschluss verliert.

Besonders begrüßen wir, dass die Stadt künftig nicht mehr ausschließlich auf Drittanbieter angewiesen ist, sondern selbst Verantwortung übernimmt und eine eigene Ladeinfrastruktur aufbaut. In Verbindung mit der Photovoltaikanlage auf der neuen Sporthalle entsteht ein sinnvolles Gesamtkonzept: klimafreundlich, wirtschaftlich und zukunftsorientiert. Wer den vor Ort erzeugten Solarstrom direkt für die Mobilität nutzt, stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern langfristig auch die städtischen Finanzen. Deshalb stimmte unsere Fraktion der Vergabe zu.