„Alle Optionen für eine zukünftige Nahversorgung im Süden prüfen“

Die Eppelheimer Grünen schlagen angesichts der Schließung des „Edeka“-Marktes im Eppelheimer Süden vor, alle Möglichkeiten einer neuen Nahversorgung zu prüfen.

„Es ist sehr bedauerlich, dass der ‚Edeka‘-Markt in der Rudolf-Wild-Straße Ende September schließen wird. Offenbar ist es nicht gelungen, genügend Kundinnen und Kunden Eppelheims davon zu überzeugen, hier einzukaufen. Auch die direkte Nähe der beiden großen Eppelheimer Unternehmen und des Schulzentrums haben daran scheinbar nichts ändern können“, so Fraktionssprecherin Christa Balling-Gündling. 

Schon seit mehreren Jahrzehnten haben „Edeka Südwest“ sowie die jeweiligen Kaufleute, die den Markt geführt haben, geäußert, dass der Markt im bestehenden Gebäude zu klein und zu unattraktiv sei. Gleichzeitig gab es mehrere Pläne für einen neuen Edeka-Markt. Beide Pläne für einen deutlich größeren Markt waren weder angemessen noch realisierbar: Der geplante Neubau in den Lochäckern direkt am PHV  2021 wäre für die meisten Bürgerinnen und Bürger im Eppelheimer Süden schlechter erreichbar gewesen als die Supermärkte im Norden. Und der geplante riesige Markt am Schulzentrum 2023/2024 scheiterte aus vielerlei Gründen am berechtigten Widerstand der Bürgerschaft. Darüber hinaus lehnte der Ehrenbürger und Spender der neuen Sporthalle die Verknüpfung des Geschenks mit einem Immobilienkonzept ab.

„Jetzt geht es darum, alle Optionen zu prüfen, um eine gute Nahversorgung des Eppelheimer Südens in der jetzigen Einzelhandelsfläche zu ermöglichen“, unterstreicht Stadtrat Marc Böhmann. Denkbar wäre zu Beispiel ein Supermarkt eines anderen Einzelhandelskonzerns, zum Beispiel nach dem Vorbild des inklusiven „nahkauf“-Marktes „Arbeit und Qualifikation“ in Kirchheim, der ebenfalls mit der nahegelegenen Schule kooperiert. Möglich wäre, so Böhmann natürlich auch ein Supermarkt eines selbstständigen Händlers bzw. einer selbstständigen Händlerin.

„Wir haben der Verwaltung diese Vorschläge unterbreitet und sie gebeten, hier bei den betreffenden Unternehmen anzufragen“, so die Grüne Fraktionssprecherin Christa Balling-Gündling abschließend.