Eppelheimer Grüne erkundeten bei Radtour positive und negative Beispiele
„Mehr Grün in der Stadt“ lautete das Motto der diesjährigen „Tour d’Eppelheim“ der Grünen. „Wir werden heute gemeinsam positive und negative Beispiele erkunden. Gerade angesichts des dramatischen Klimawandels, der Hitzewellen und Starkregenereignisse müssen wir alle Möglichkeiten für mehr Grün in der Stadt nutzen“, verdeutlichte Grünen-Sprecher und Stadtrat Marc Böhmann zur Begrüßung. Rund 15 Bürgerinnen und Bürger gingen dann unter der Leitung von Stadträtin Isabel Moreira da Silva und Stadtrat Hubertus Mauss auf Eppelheim-Tour. An zehn Stationen im Stadtgebiet erläuterten Moreira da Silva und Mauss das, was bisher gut gemacht wurde und wo noch mehr getan werden muss.
Zu Beginn ging es an den Schulhof der Theodor-Heuss-Grundschule, der sich im Sommer häufig so aufheizt, dass er von den Kindern kaum genutzt werden kann. „Wir müssen durch Entsiegelung und Begrünung vor allem die vulnerablen Gruppen der Bevölkerung schützen“, so Isabel Moreira da Silva. Sie forderte hier stärkere Maßnahmen im Rahmen des Hitzeaktionsplans, den die Grünen vor zwei Jahren im Gemeinderat initiiert haben. Im Bereich der Schillerstraße illustrierte Hubertus Mauss anschließend, wie man auch als private Grundstücksbesitzer Vorgärten erhalten und begrünen kann. Danach fuhr die Gruppe weiter zum „Natur nah dran“-Bereich an der Schulstraße, wo Artenvielfalt mitten im Stadtzentrum unterstützt wird. „Eppelheim ist hier vorbildlich „, so Hubertus Mauss begeistert.
Die nächste Station bildete der Stadtpark, der nach Ansicht von den beiden Tourleitern insgesamt noch immer viel zu stark versiegelt ist. Auch die Birken leiden sehr stark unter der Hitze und Trockenheit. „Hier gilt es, in Zukunft auch hitzeresistente Baumarten zu pflanzen“, erläuterte Hubertus Mauss. Marc Böhmann betonte hier auch den sozialen Aspekt einer hitzegerechten Stadt, weil dadurch öffentliche Treffpunkte und Spielräume bei hohen Temperaturen für alle erhalten bleiben.
Eine sehr positive Straßenbaum-Begrünung konnten die Teilnehmer der Tour in der Emil-König-Straße und der Friedrich-Ebert-Straße begutachten. „Solche Bäume kühlen massiv und schaffen dazu eine besonders schöne Atmosphäre „, so Hubertus Mauss. Am Kindergarten St. Luitgard erlebten die Stadtradler die beeindruckende kühlende Wirkung des alten Baumbestandes und sahen die wertvollen, neu gepflanzten, Bäume auf der Südseite des Geländes.
Stadträtin Isabel Moreira da Silva zeigte an der Ecke Rudolf-Wild-Straße und Rathenaustraße die Möglichkeiten für einen „Pocket Park“, der den Menschen in diesem Quartier eine attraktiven Treffpunkt bieten würde. Die Parkplätze hier könnte man nahezu ersatzlos streichen, so Moreira da Silva.
Das Areal um die neue Sporthalle im Schulzentrum bildete den Abschluss der Tour: „Wir sind sehr froh, dass die zahlreichen und wertvollen Bäume rund um die Halle während des Abrisses der Rhein-Neckar-Halle und des Neubaus der Dr. Hans-Peter Wild-Sporthalle erhalten werden konnten. Dazu hat auch der große politische Druck unserer Grünen Gemeinderatsfraktion beigetragen“, so Stadtrat Hubertus Mauss. Der Baumbestand sorge auch dafür, dass es in der Halle bei Hitze nicht zu heiß werden würde.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour nutzten die einzelnen Stationen auch, um eigene Erfahrungen einzubringen oder Rückfragen zu stellen. So wurde es eine sehr anregende Begegnung mit der Stadt. „Ich habe durch die spannende Tour Eppelheim noch einmal ganz neu kennengelernt und mir wurde bewusst, wie wichtig eine stärkere Begrünung für das Stadtklima ist“, so eine Teilnehmerin beim gemeinsamen Abschluss in einem Café, wo die Eindrücke der Tour noch einmal nachbereitet wurden.
„Alle Möglichkeiten für mehr Grün in der Stadt nutzen“