„Behelfsbrücke muss bis zum Sommer stehen“

Brücken verbinden gemeinhin zwei Seiten, sie überwinden Hindernisse und schaffen kurze Wege. Nicht so im Eppelheimer Süden, zumindest was derzeit Fußgänger und Radfahrer betrifft. „Seit dem Abriss der Radbrücke tun sich für sie regelrechte Gräben auf“, erklärt die Fraktion von Bündnis’90/DIE GRÜNEN. „Eine der wichtigsten und sichersten Radwegeachsen zwischen Eppelheim und Heidelberg ist abgeschnitten. Nicht nur Schüler/innen, sondern auch viele Berufspendler, Freizeitradler und Nutzer der nahgelegenen Sportanlagen müssen jetzt weite Wege in Kauf nehmen. Diese große Lücke im Fuß- und Radwegenetz muss deshalb schnellstmöglich geschlossen werden. Der Umweg über die Brücke an der Hauptstraße kann nur eine kurzfristige Lösung sein“, so die Grünen.

Die Fraktion begrüßt deshalb die Bemühungen der Stadt, eine Behelfsbrücke zu errichten. Sie fordert hierzu konkrete Aussagen von Seiten des Regierungspräsidiums. Die Fraktion: „Bislang heißt es nur, es werde geprüft. Das ist nicht akzeptabel. Bis spätestens zum Sommer muss die Brücke stehen“.

Der Abriss der Radbrücke offenbart nach Auffassung der Grünen zugleich eklatante Versäumnisse in der städtischen Verkehrspolitik. „Radfahrer und Fußgänger sind in Eppelheim eine vernachlässigte Spezies. Während Heidelberg auf den ‚Notfall’ vorbereitet war – Radfahrer finden hier gut ausgebaute Wege vor -, mussten in Eppelheim Brücke und Kreuzung erst eiligst entschärft werden. Die Maßnahmen sind unseres Erachtens dennoch nicht ausreichend. Zu wünschen bleibt, dass der Vorfall als Chance gesehen wird und weiter in eine verbesserte Radinfrastruktur investiert wird. Hierzu hat unsere Fraktion zusammen mit dem ADFC breits vor Wochen zahlreiche Vorschläge unterbreitet,“ erklärt die Fraktion abschließend.

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