Endspurt im Wahlkampf: Grüne Direktkandidatin Franziska Brantner in Eppelheim

Direktkandidatin Franziska Brantner im Gespräch mit Eppelheimer BürgerInnen

Direktkandidatin Franziska Brantner im Gespräch mit Eppelheimer BürgerInnen

Nachdem die Wahlkreiskandidatin der Grünen, Dr. Franziska Brantner, ihre Teilnahme am grünen Grillfest aufgrund eines Trauerfalls absagen musste, machte sie am vergangenen Wochenende gleich zweimal Station in Eppelheim. Am Samstag hatten die Eppelheimer BürgerInnen Gelegenheit, mit ihr am Wahlkampfstand am Wasserturmplatz ins Gespräch zu kommen. Am Sonntag war Brantner dann zu Gast im Café Crème und stellte sich den Fragen der anwesenden BürgerInnen.

Ein wichtiger Punkt der Diskussion: die Energiewende und die Entwicklung der Strompreise. Brantner erklärte, dass für die steigenden Strompreise nicht die Energiewende verantwortlich sei, sondern zwei wichtige andere Faktoren: Zum einen seien inzwischen 2300 Unternehmen von der EEG-Umlage und den Netzentgelten befreit. Das heißt: Die Bürger zahlten für die Ausnahmen der Industrie. Und diese habe somit auch keinerlei Anreize mehr zum Energiesparen. Diese Ausnahmen müssten zurückgefahren werden. So ließen sich jährlich 7 Mrd. € an Subventionen sparen.

Ein anderes Problem sei, dass auf dem Strommarkt kein Wettbewerb herrsche. Der Markt werde von vier großen Unternehmen dominiert. Und während die Entwicklung des Strompreises an der Strombörse in den letzten Jahren massiv nach unten ging, reichten diese Unternehmen die gesunkenen Preise nicht an die BürgerInnen weiter. Die Antwort der Grünen laute daher: Stromerzeugung dezentralisieren und mehr in Bürgerhand geben, z.B. in Form von Genossenschaften.

Ein weiteres wichtiges Thema war das grüne Steuerkonzept. Brantner legte dar, dass die Auswirkungen in der Presse leider oft falsch dargestellt würden. Denn faktisch werden mit den grünen Steuerplänen 90% der BürgerInnen entlastet.

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