Straßenbahn verbindet

Zum Gedankenaustausch trafen sich am Donnerstag, den 17. April, der Ortsverband Eppelheim mit der Grüne Liste Plankstadt und den Ortsverbänden Heidelberg und Oftersheim sowie Manfred Kern, MdL, im Restaurant Aelia, Plankstadt. Gleich zum Einstieg wurde das Thema Straßenbahn erörtert, das schon viele Jahre die grünen Gruppen beschäftigt und zu gemeinsamen Veranstaltungen und Unterschriftensammlungen geführt hatte.

Christoph Rothfuß, Stadtrat aus Heidelberg, berichtete, dass Verkehrsminister Hermann die Gelder für das Mobilitätsnetz zugesagt habe. Darin enthalten seien nicht nur die Teilprojekte in Heidelberg selbst, sondern auch die Neubaustrecke nach Plankstadt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass diese Chance, Plankstadt und Schwetzingen ins Mobilitätsnetz einzubinden, genutzt werden müsse.

Neben reduzierter Fahrzeit, mehr Platz, bequemem und barrierefreiem Ein- und Ausstieg bietet die Straßenbahn einen direkten Anschluss an den Heidelberger Hauptbahnhof und die S-Bahnlinien in den Odenwald und Kraichgau. Weiter gilt es, wenn die Straßenbahn durch Plankstadt fährt, durch den Bürgerbus die abgelegenen Wohngebiete anzuschließen.

Auch der Kreistag, so stellte Christa Balling-Gündling, Kreisrätin der Grünen, fest, bewertet die Verlängerung der Linie mit einem hohen verkehrlichen und ökologischen Nutzen für die Region. Allseitiges Kopfschütteln herrschte über die ablehnende Haltung der CDU und SPD in Plankstadt, während deren Parteifreunde in Eppelheim und Heidelberg das Projekt befürworten.

Gespräche über die Verlängerung der Straßenbahnlinie bis nach Oftersheim zu führen, so Patrick Schönenberg, werden wohl erst nach dem Bürgerentscheid in Plankstadt fortgesetzt, obwohl Oftersheim wegen der überfüllten Busse eine bessere Lösung brauche.

Die veränderte Schullandschaft in Schwetzingen und Eppelheim und anstehende Baumaßnahmen an den Schulen sowie das Thema Kinderbetreuung waren weitere Punkte, die angesprochen wurden. Die Betreuung der unter 3-jährigen stellt jede Gemeinde vor große finanzielle Herausforderungen. Alle drei Gemeinden müssen bei der Kinderbetreuung nachbessern. Eltern sollten auf ihre Probleme aufmerksam machen und sich mit Kinderwagen-Demos wie in Heidelberg oder sich im Frageteil der Gemeinderatsitzungen deutlich bemerkbar machen, um die Gemeinderäte wachzurütteln. Eine zeitgemäße Kinderbetreuung von Krippe, über Kindergarten bis zur Grundschule mit ausreichend Ganztagsplätzen zu schaffen, sahen alle grünen Teilnehmer als eine vorrangige Aufgabe für die Gemeinden in den nächsten Jahren. (sch)

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