Einführung einer Fahrradstraße in der Richard-Wagner-Straße

Stellungnahme Isabel Moreira da Silva

Isabel Moreira da Silva

Isabel Moreira da Silva

Schon vor einigen Jahren hat unsere Fraktion gemeinsam mit dem ADFC die Einrichtung einer Fahrradstraße an der Richard-Wagner-Straße vorgeschlagen. Wir freuen uns deshalb, dass dieser Vorschlag nunmehr aufgegriffen wurde.

Die Verkehrssituation vor der Friedrich-Ebert-Schule ist seit Jahren ein Dauerthema. Zu Schulbeginn und Schulschluss immer wieder das gleiche Bild: Heerscharen von Mama- und Papa-Taxis, die kreuz und quer entlang der Richard-Wagner-Straße parken und auf dem Parkplatz der Schule unkontrolliert vor- und rückwärtsfahren. Gerade auf dem Parkplatz kommt es hierbei immer wieder zu brenzlichen Situationen. Zur unübersichtlichen Kurve gesellt sich die hohe Zahl an Schülern, die das Schulzentrum täglich über diesen Parkplatzt mit dem Rad anfahren.
Überhaupt steigt in den letzten Jahren die Zahl der Eltern, die Ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren, von Tag zu Tag. Man spricht auch von der sogenannten „Rücksitzgeneration“. Das Paradoxe dabei: Die Eltern nehmen die zeitraubenden Chauffeurdienste deshalb in Kauf, weil sie aufgrund des erhöhten Verkehrsaufkommens Angst um die Sicherheit ihrer Kinder haben – und gefährden dabei andere Kinder.

Wir haben es selber in der Hand, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Schüler, Lehrer, Eltern und die Stadt sind aufgefordert Alternativen aufzuzeigen. Kinder sollen zur Schule radeln, zu Fuß gehen oder Bus und Bahn nutzen können. Mit der Einführung einer Fahrradstraße kommen wir dieser Lösung einen guten Schritt näher.

Unsere Fraktion befürwortet deshalb die 2. Variante der Beschlussvorlage. Das heißt: Einführung einer Fahrradstraße in Verbindung mit der Einbahnstraßenregelung, Schließung des Parkplatzes an der Friedrich-Ebert-Schule und dem Kurzzeitparken direkt vor der Schule. Diese Lösung hat mehrere Vorteile:

  • Zunächst wird ein wichtiger Unfallschwerpunkt entschärft, weil das ständige Rangieren und Manövrieren der Autos entfällt.
  • Durch die Fahrradstraße kommen Schüler schneller und sicherer in die Schule, weil die Autofahrer nun auf sie Rücksicht nehmen müssen.
  • Die erhöhte Sicherheit und der Vorrang vor dem Auto motiviert vielleicht mehr Mamas und Papas, ihr Kind mit dem Fahrrad in die Schule zu schicken.

Unsere Fraktion ist sich durchaus bewusst, dass die Einführung einer Fahrradstraße nicht unproblematisch ist. Es kann vorkommen, dass Autofahrer eine Fahrradstraße nicht kennen. Oder sie wollen Regeln nicht befolgen, weil sie generell Radfahrer nicht als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer ansehen. Auch die Anwohner werden sich umstellen müssen.

Deshalb schlägt unsere Fraktion vor:

  • Die Stadtverwaltung und die örtliche Polizei sollen diese Maßnahme mit ausreichender Information begleiten, die Anwohner frühzeitig einbeziehen und die Einhaltung der Regeln zumindest in einer Übergangszeit überwachen.
  • Um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen sollten an den Einbahnstraßenstraßen, an denen Radfahrer in Gegenrichtung fahren dürfen, zirka 5 Meter im Einmündungsbereich von parkenden Autos freigehalten werden. Radfahrer können dann besser von den Pkw-Fahrern erkannt werden.

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