Neujahrsempfang des Grünen-Kreisverbandes – Ehrungen für Eppelheimer Grüne

Neujahrsempfang des Kreisverbandes Kurpfalz-Hardt im alten Brauhaus in Hockenheim

Neujahrsempfang des Kreisverbandes Kurpfalz-Hardt im alten Brauhaus in Hockenheim

Am vergangenen Freitag fand der Neujahrsempfang des Kreisverbandes Kurpfalz-Hardt im alten Brauhaus in Hockenheim statt. Die Sprecherin des Kreisverbandes, Monika Schroth, stellte die erfolgreiche Entwicklung des Kreisverbandes in den letzten Jahren dar: Seit 1998 habe sich die Zahl der Mitglieder mehr als verdoppelt. Dafür sei der Kreisverband beim Landesparteitag bereits zweimal in Folge für den stärksten Mitgliederzuwachs geehrt. Mittlerweile gäbe es auch in allen Orten des Kreisverbandes Grüne-Ortsverbände oder Grün-Alternative-Listen. Ein besonderer Erfolg sei die Kommunalwahl im letzten Jahr gewesen, bei der die Grüne die Zahl ihrer Mandatsträger im Kreisverband verdoppeln konnten.

Bei den anschließenden Ehrungen wurden drei Eppelheimer Grüne für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet: Isabel Moreira da Silva und Martin Gramm für 15 Jahre Mitgliedschaft, Helmut Lechner für 30 Jahre.

Auf Begeisterung stieß die Rede des Landesvorsitzenden Oliver Hildenbrand. Er griff auf, dass die Grünen oft als Ein-Generationen-Projekt bezeichnet würden. Doch der heutige Abend beweise das Gegenteil: Während Grüne im Kreisverband für 35-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden, sei er, der Landesvorsitzende, noch nicht einmal so alt. Das beweise die Verbindung der Generationen im gemeinsan grünen „Projekt“. Neben den kommunalen Erfolgen griff er einige Erfolge der Grün-Roten Landesregierung auf: Ein Jahr Naturpark Nordschwarzwald, der Klimaschutz hat Gesetzesrang erhalten, im Bereich der Bildungspolitik wurden die Studiengebühren abgeschafft, das Land hat viel Geld in den Ausbau und die Qualität der KiTa-Plätze investiert sowie die Ganztagesschulen ausgebaut.

Auch im Bereich der momentan viel diskutierten Flüchtlingspolitik habe sich viel getan. „Wir können froh sein, in einem weltoffenen Baden-Württemberg zu leben. Denn wie es unser Ministerpräsident Kretschmann formuliere: ’Das eigentlich Problem haben nicht wir, sondern die Flüchtlinge’. Das Land hat die finanziellen Zuweisungen an die Kommunen für die dort untergebrachten Flüchtlinge in den letzten Jahren deutlich erhöht und prüft gemeinsam mit den Kommunen, ob weitere Erhöhungen nötig sind“, so Hildebrand. Er bedankte sich für die große Hilfsbereitschaft im Land, zu der auch viele anwesende Grüne mit ihrem Engagement betrügen. „Denn Verantwortung kann man nicht abschieben. Wer Verantwortung abschieben will, sollte auch keine übertragen bekommen“, sagt er an die Adresse der CDU, die reflexartig nach schnelleren Abschiebungen rufe.

Laut Ministerpräsidenten Kretschmann müsse Politik keinen Spass machen, sondern Sinn. Der Abend bewies aber laut Hildenbrand, dass man durchaus beides verbinden könne. (sa)

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