„Ein sehr erfolgreiches Jahr für den Grünen Ortsverband“

Die Eppelheimer Grünen diskutieren bei der  Jahreshauptversammlung über aktuelle politische Themen und nehmen sich für 2027 viel vor.

Der Blick zurück in das vergangene Vorstandsjahr, aktuelle politische Themen und die Planung des kommenden Jahres standen bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Eppelheimer Grünen im Mittelpunkt. Der Sprecher des Grünen Ortsverbandes, Stadtrat Marc Böhmann, begrüßte im Auftrag des Vorstandes die Mitglieder sowie zahlreiche interessierte Nichtmitglieder: „Das zurückliegende Jahr war für uns Grüne in Eppelheim besonders erfolgreich. Mit unserer Politik nahe an den Menschen und klaren Zukunftsprojekten einer nachhaltigen Stadtentwicklung und der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts konnten wir viele Eppelheimerinnen und Eppelheimer überzeugen“, so Böhmann.

Anschließend stellte sich kurz Moritz Damm als Leiter des Wahlkreisbüros der Bundestagsabgeordneten und Grünen Bundesvorsitzenden Dr. Franziska Brantner vor. Damm ließ herzliche Grüße und den Dank von Franziska Brantner an den sehr aktiven Ortsverband ausrichten und bot den Mitgliedern, aber auch allen Eppelheimerinnen und Eppelheimern an, bei Fragen und anderen Anliegen direkt ansprechbar zu sein.

Kassiererin Ann-Katrin Kühne und Marc Böhmann gestalteten den Bericht des Vorstandes über die letzten zwölf Monate gemeinsam und illustrierten ihn mit zahlreichen Fotos der Aktivitäten. Dabei gingen sie besonders auf den erfolgreichen Landtagswahlkampf, bei dem die Grünen in Eppelheim 36 Prozent der Zweitstimmen erhielten, die große „Dorfpride“ im Mai und die zahlreichen Mitgliederversammlungen und Aktionen ein. Marc Böhmann dankte im Namen des Vorstandes allen Mitgliedern für ihr großes Engagement.

Anschließend schilderte Kassiererin Ann-Katrin Kühne die finanzielle Entwicklung des Grünen Ortsverbandes und stellte den Kassenbericht vor. „Dadurch, dass wir auch im letzten Jahr neue Mitglieder begrüßen konnten, durch die Spenden der Stadträtinnen und Stadträte sowie durch eine sparsame Haushaltsführung konnten wir mit zahlreichen Veranstaltungen so präsent in der Stadt sein“, erklärte Kühne. Die Kassenprüfer Hartmut Nickisch-Kastner und Christa Balling-Gündling bescheinigten Kühne eine einwandfreie und übersichtliche Kassenführung. Auf ihren Antrag hin wurde der gesamte Vorstand von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet.

Im zweiten Teil der Jahreshauptversammlung standen zwei aktuelle Themen im Mittelpunkt. Zuerst diskutierten die Mitglieder intensiv über den Stand der geplanten Verkehrsberuhigung in der Hauptstraße. Stadträtin Isabel Moreira da Silva und Stadtrat Marc Böhmann erläuterten die Entwicklung der letzten Jahre und die erfolgreiche Initiative der Grünen Gemeinderatsfraktion, die gemeinsam mit der SPD vor rund einem Jahr einen erneuten Anlauf für eine Testphase für eine verkehrsberuhigte Innenstadt gestartet haben. „Die jedoch nun vorgeschlagene Einbahnstraßenregelung wäre für Eppelheim eine Katastrophe. Im Übrigen widerspricht sie dem im Gemeinderat einstimmig verabschiedeten Mobilitätskonzept von 2022“, so Moreira da Silva. Die Grüne Gemeinderatsfraktion hat deshalb die Verwaltung gedrängt, die geplante Testphase im Zweirichtungsverkehr statt einer doppelten Einbahnstraße durchzuführen. Die Mitgliedschaft unterstützte dies ausdrücklich.

Der „Druck gegen den Rechtsruck“ bildete das zweite aktuelle Thema der Jahreshauptversammlung. Vorstandsmitglied Marie Colson analysierte, warum die AfD von 4,7 Prozent bei der Bundestagswahl 2013 auf heute rund 27 Prozent in bundesweiten Umfragen gewachsen ist. Colson verdeutlichte: „Die Partei wächst vor allem aus dem Gefühl der Menschen, ungerecht behandelt und nicht gehört zu werden. Wer sich wirtschaftlich abgehängt fühlt, wählt überproportional die AfD“. Rechte Positionen zu übernehmen hilft laut Forschung nicht, stattdessen plädierte Colson für eine starke soziale Absicherung bei Klimapolitik, Alltagsthemen wie Mieten und Energiepreise und mehr emotionale Bindung und Zuhören. Mit Hannah Arendt schloss sie: „Gegen Verlassenheit hilft kein besseres Argument, sondern gemeinsames Handeln vor Ort.“

Dies wurde dann beim abschließenden Tagesordnungspunkt deutlich, der Jahresplanung für 2027. Sprecher Marc Böhmann stellte die vom Vorstand vorgeschlagenen Veranstaltungen und Aktionen für das kommende Jahr vor. Die Mitglieder zeigten sich erfreut über das vielfältige politische Programm für das kommende Jahr und brachten zusätzliche Ideen ein.