Plastikmüll vermeiden: Stadt soll aktiv werden

Es ist mittlerweile bekannt: Plastikmüll ist längst zu einer globalen Bedrohung für die Umwelt geworden. Der Kunststoff, der in den letzten 100 Jahren produziert wurde, reicht aus, um den gesamten Erdball sechsmal einzupacken. Wegwerfprodukte aus Plastik sind allgegenwärtig – in den Meeren, der Natur, den Städten. Auch in Eppelheim trifft man ihn überall am Wegesrand, in den Straßen oder den Grünanlagen. Er ist nicht nur ein Ärgernis. Er gefährdet auch die Gesundheit von Mensch und Tier. Über die Nahrungskette landet der Plastikmüll schließlich auf unseren Tellern. Deshalb hat die Europäische Union unlängst darauf reagiert, will Einwegprodukte aus Kunststoff verbieten. Und in Eppelheim?

Die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen wollte es in der letzten Gemeinderatssitzung genauer wissen. Sie stellte eine Anfrage auf Verzicht von kleinen Portionsverpackungen aus Plastik für Butter, Konfitüre oder Kaffeemilch. Denn dies ist immer noch gängige Praxis bei städtischen Veranstaltungen. „Das verursacht nicht nur Unmengen an vermeidbaren Plastikmüll. Es ist auch teurer als größere Verpackungen“, warb die Fraktion für ein Weniger an Müll – und erntete hierfür allgemeines Unverständnis im Räterund.  (mehr …)

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Grüne erinnern an Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren

 

In einer gemeinsamen Erklärung erinnern Ortsverband und Gemeinderatsfraktion der Eppelheimer Grünen an das Ende des Ersten Weltkrieges am 11. November 1918. Vier Jahre wütete der Krieg in Europa, Asien und  Afrika und forderte weltweit über 17 Millionen Menschenleben. Die Zahl der Verwundeten ging ebenfalls in die Millionen. Die Landkarten Europas und des Nahen Ostens wurden nachhaltig verändert. Wer Anfang des letzten Jahrhunderts nun dachte, der Schrecken des Krieges wäre ausreichend gewesen, um neue kriegerische Auseinandersetzungen zu verhindern, wurde getäuscht. Nur 15 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges übernahmen die Nationalsozialisten die Macht, führten die Welt in die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges.

„Vieles in der heutigen politischen Situation weist erschreckenden Parallelen zur Zeit vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg auf: Nationalisten mit völkischem und faschistoidem Gedankengut sind weltweit auf dem Vormarsch. Streit und neue Grenzen in Europa entstehen entlang ethnischer und religiöser Gruppen. Der Rückzug auf den Nationalstaat, Großmannssucht und egoistische Denkweisen gefährden den Frieden in Europa“, so die Eppelheimer Grünen.

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme weisen Ortsverband und Fraktion auf die Bedeutung der im Frühjahr nächsten Jahres anstehenden Europawahlen hin, um ein deutliches Zeichen für Europa zu setzten. „Europa ist Garant für Frieden, Versöhnung und Demokratie. Diese Werte gilt es mehr denn je zu verteidigen“, so die Grünen. Das Foto entstand vor 15 Jahren auf der größten Friedensdemonstration in Berlin am 15. Februar 2003 gegen den Irakkrieg. „Es hat seither nicht an Bedeutung verloren und ist aktueller denn je“, mahnen die Grünen. (mg)

Foto: Martin Gramm

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VB-Plan für Spitalstraße 32-34 – Grüne wollen Bebauungsplan für gesamtes Quarier

Christa Balling-Gündling

Unsere Fraktion will nicht verhindern, dass in diesem Gebiet eine verträgliche Nachverdichtung  erfolgt. Wie bereits das letzte Mal dargelegt, ist dies aber nur gewährleistet, wenn für das gesamte Gebiet zwischen Christoph-, Peter-Böhm-, Rudolf-Wild- und Spitalstraße ein Bebauungsplan aufgestellt wird. Beim Tagesordnungspunkt Strategische Ziele für Eppelheim wird unter dem Punkt: Grundvoraussetzungen für „Die Strategie 1/2„ darauf hingewiesen, dass für nachhaltiges Sparen zuerst investiert werden muss. Eine solche rentierliche Investition wäre auch ein Bebauungsplan für das gesamte Areal. Die heutige Behauptung der CDU, dass die Grünen sich bei den Haushaltsberatungen gegen die Aufstellung von Bebauungsplänen ausgesprochen haben, ist schlichtweg gelogen. Immer wieder wurde von den anderen Fraktionen bedauert, dass es nach wie vor für viele Gebiete in Eppelheim keine Bebauungspläne gibt und deshalb Baugesuche von der übergeordneten Behörde genehmigt werden, obwohl der Gemeinderat aus städtebaulicher Sicht dies mehrheitlich abgelehnte.

Deshalb ist die Absicht über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan Baurecht zu schaffen mit Problemen behaftet. Wir haben noch kein Stadtentwicklungskonzept in dem eigentlich entschieden werden soll, wie wir Stadtplanung insgesamt in Zukunft gestalten wollen. Durch diesen vorhabenbezogenen Bebauungsplan wird wieder nur Flickwerk geschaffen. Dieses Bauvorhaben wird als Referenzobjekt für weitere Baumaßnahmen in diesem Quartier dienen. Mit dem Bauträger Akin haben wir gesehen, wie problematisch Bauten sein können, wenn kein Bebauungsplan für ein gesamtes Gebiet vorliegt.  (mehr …)

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Lärmaktionsplan – Grüne wollen Nachbesserung

Isabel Moreira da Silva

Isabel Moreira da Silva

„Eppelheim ist großflächig verlärmt“ – so beschreiben die Planer die Lärmsituation in Eppelheim.  Lärm ist ein drängendes Problem in Eppelheim. Umso mehr erwarten die Bürgerinnen und Bürger klare Antworten. Deshalb stellt sich die Frage: Bringt der Lärmaktionplan das, was er verspricht? Die Antwort: nur teilweise.

Der vorliegende Lärmaktionplan erfasst zunächst nur die A5 und die Hauptstraße. In den Genuss möglicher lärmmindernder Maßnahmen kommen zunächst nur die Menschen, die in diesen Bereichen wohnen. Die Betroffenen bekommen Gelegenheit, im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung ihre Vorschläge einbringen. Wir können deshalb nur dazu aufrufen, sich aktiv zu beteiligen.

Dieser Plan ist nur ein Anfang. Ziel ist es, die Planung fortzuschreiben. Das heißt: Der Lärm anderer Straßen ist ebenfalls langfristig zu erfassen, sind hierfür ebenfalls lärmmindernde Maßnahmen festzulegen. Für die Rudolf-Wild-, Peter-Böhm- und Mozartstraße gibt es bereits einen entsprechender Beschluss des Gemeinderats. Weitere Straßenzüge sollten folgen.

Heidelberg hat im Zuge des Umbaus der Eppelheimer Straße die Durchfahrt auf Höhe des Diebswegs gekappt. Der Verkehr soll – auch nach Öffnung der Brücke – zum Teil weiterhin über das Gewerbegebiet im Pfaffengrund und die Heinrich-Schott-Straße fließen. Betroffen dürften hiervon vor allem die Menschen in der Wieblinger und Hildastraße sein. Sie müssen künftig mit erhöhtem Verkehrsaufkommen rechnen. Deshalb sehen wir auch hier Handlungsbedarf.  (mehr …)

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Lehren aus Akin-Bauten: Stadtentwicklungskonzept als Chance für Eppelheim

„Der Fall Akin zeigt: Eppelheim braucht klare städtebauliche Leitlinien, die für alle gleichermaßen gelten. Dazu brauchen wir das Stadtentwicklungskonzept. Dieses sollte endlich starten“, fordert die grüne Fraktion. Damit reagieren die Grünen auf das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts im Fall der massiven Bebauung der Firma Akin in der Spitalstraße. Demnach ist der Bau rechtens. Das Haus füge sich entgegen der Auffassung der Stadt in die nähere Umgebung ein. Zwar hat nun der Bauausschuss mehrheitlich beschlossen, das Urteil anzufechten. Dem bescheinigt jedoch die städtische Anwältin wenig Aussicht. „Wir werden wohl mit dem Gebäude leben müssen, sollten aber daraus unsere Lehren für eine künftige Stadtentwicklung ziehen“, erklärt Fraktionssprecherin Christa Balling-Gündling.  (mehr …)

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Grüne starten Stickoxidmessung

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen startete zusammen mit der Gemeinderatsfraktion der Grünen eine erste Stickoxidmessung in Eppelheim. Stickstoffoxid ein Teil der Feinstaubbelastung, der als besonders gesundheitsschädlich gilt. Doch wie hoch ist die Belastung in Eppelheim? Das wollten nun die Grünen wissen. In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), Regionalverband Heidelberg und Rhein- Neckar- Kreis, brachten sie Messröhrchen des renommierten Schweizer Herstellers Passam an ausgewählten Schwerpunkten in Eppelheim an.

Die Messröhrchen müssen in einer Höhe von zirka zwei Metern angebracht werden. Andernfalls können die Messwerte verfälscht werden. Der Hersteller der Messröhrchen schreibt weiterhin vor, in welchem Zeitraum die Messungen durchzuführen sind. Gemessen wird die Konzentration an Stickstoffdioxid in der Luft. Stickstoffdioxid (NO2) ist ein Luftschadstoff, der als Nebenprodukt unter anderem in Dieselmotoren entsteht. Hauptverursacher erhöhter Konzentrationen an NO2 sind der Verkehr und Kraftwerke, die fossile Brennstoffe wie Kohle verbrennen. Stickstoffdioxid belastet Mensch und Umwelt. Beim Menschen kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lungenfunktion und letztlich zu chronischen Herz-Kreislauferkrankungen kommen.  (mehr …)

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Hitze und Klimawandel: Grün hilft Eppelheim

Der Klimawandel ist auch in Eppelheim angekommen. Die sommerlichen Hitzeextreme der vergangenen Wochen bleiben nicht ohne Folgen – für die Lebensqualität, die kommunale Infrastruktur und die Gesundheit der Menschen. So war die Stadt in diesem Sommer mehrfach von Feldbränden betroffen, öffentliche Grünflächen sind zum Teil braun, Bäume und Pflanzen leiden. Nicht nur für Ältere und Kranke ist diese extreme Hitze gefährlich. Sie ist belastend für alle Menschen. Dabei prognostizieren Forscher für den Raum Heidelberg in den nächsten Jahrzehnten eine weitere deutliche Zunahme von Hitzesommern.

Hierauf wollen die Grünen Antworten finden. „Bevor Eppelheim den Hitzekollaps erleidet, müssen wir jetzt gegensteuern“, fordert die Grüne Fraktion. „Eppelheim kann die globale Erwärmung nicht aufhalten, aber wir können lokal handeln. Bäume und Grünflächen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Pflanzen verdunsten Wasser und kühlen damit die Umgebung. Die Blätter binden zusätzlich Staub. Pflanzen werfen Schatten und verhindern somit das Aufheizen der Flächen.“ (mehr …)

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Die Grüne Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner zu Besuch bei „Konser OHG“ und „Future Now“

Im Rahmen ihrer Wahlkreistour stattete die Bundestagsabgeordnete Dr. Franziska Brantner nicht nur der Bürgermeisterin Patricia Rebmann ihren Antrittsbesuch ab, sondern erkundete auch ein Eppelheimer Unternehmen und eine Eppelheimer Einrichtung, die beide Innovation und Nachhaltigkeit auf besondere Weise verbinden. Zuerst stand der Besuch bei „Konser OHG“ in der Wasserturmstraße auf dem Plan. Geschäftsführer Konstantin Nagel und Marketing-Leiter Heiko Ihrig ließen es sich nicht nehmen, Franziska Brantner bei einem Rundgang durch ihr Unternehmen den Weg von der Gründung 2002 bis heute zu schildern. Mittlerweile handelt die „Notebookgalerie“, so der Name ihres Online-Portals, mit gebrauchten Notebooks und weiteren IT-Produkten. „Bei uns ist Nachhaltigkeit ein großes Thema“, so Unternehmensgründer Nagel. Die Grüne Bundestagsabgeordnete, die von der Eppelheimer Fraktionsvorsitzenden Christa Balling-Gündling begleitet wurde, war beeindruckt von der innovativen Geschäftsidee und der modernen Unternehmensführung. Von der Politik wünscht sich Nagel unter anderem eine Vereinfachung der gesetzlichen Regelungen für gebrauchte IT-Geräte.
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