Stadtentwicklung & Verkehr

Lärmmessungen und effizientes Lkw-Leitsystem: Grüne stellen Antrag auf Entlastung der Rudolf-Wild-Straße

„Was passiert mit den Lkw? Warum fahren die Laster immer noch durch den Ort?“, hatten die Grünen schon 2013 angefragt. Fünf Jahre später fällt das Resümee ernüchternd aus. „Die bisherigen Maßnahmen greifen kaum oder nur wenig. Denn der Schwerlastverkehr nimmt innerorts stetig zu“, so die Fraktion der Grünen. Hinzu kommen die nächtlichen Pendler zum Gewerbegebiet im Süden, Raser, Poser und getunten Motorräder. Besonders gebeutelt sind hiervon die Anwohner zwischen Blumen- und Peter-Böhm-Straße. In der engen Häuserschlucht erreicht der Lärmpegel Spitzenwerte. Ein gesundes Wohnen und Schlafen ist hier kaum möglich. Aber auch die Anwohner der übrigen Rudolf-Wild-Straße stöhnen.

Deshalb beantragte die Grüne Fraktion Lärmmessungen in dieser Kreisstraße und ein effizientes Lkw-Leitsystem für die Betriebe ADM/Wild und Sisi im Süden. Das Ziel: Die schweren 30-Toner sollen aus der Ortsmitte raus, in der Rudolf-Wild-Straße durchgängig Tempo 30 eingeführt werden.

Hintergrund: Wie Anwohner berichten, fahren derzeit zu jeder Tages- und Nachtzeit verstärkt 30-Tonner in beide Richtungen durch die Kreisstraße und die Wohngebiete. Schon Anfang des Jahres hatte die Fraktion angefragt, warum die Lkw-Verbote nicht greifen. So habe der Anlieferverkehr in das Gewerbegebiet Süd deutlich zugenommen, es fehlten Wartebuchten und Wendemöglichkeiten. Fahrer, die nach 20 Uhr oder wegen Auslastung an der Pforte abgewiesen würden, könnten mangels Wendemöglichkeit nur stadteinwärts fahren, irrten dann durch die Stadt. Einige suchten sich einen Schlafplatz auf öffentlichen Plätzen und Straßen, belasteten dadurch die Wohngebiete und die städtische Infrastruktur.  (mehr …)

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Sicher auf dem Fahrrad: Radfalle an Schott-Brücke entschärft

Radler können ein wenig aufatmen. Seit einigen Monaten schützen große rote Barken Radfahrer, die von der Heinrich-Schott-Brücke in die Kreuzung am Ärztehaus einfahren. Sie gelangen nun relativ sicher von der Brücke auf die Fahrbahn. Umgesetzt wurde dies auf Antrag der Grünen, die auf eine Entschärfung drängten.

Doch von Anfang an: „Eppelheim hat in den letzten Jahren vieles für Radfahrer getan. Doch noch immer sind die Hauptverkehrswege nicht überall sicher zu befahren. So etwa auch die Ortseinfahrt an der Wieblinger Straße. Wer etwa als Radler von der Brücke am Ende des Radwegs auf die Fahrbahn wechselte, wurde vom herannahenden Verkehr regelrecht an den Rand gedrängt. Trotz mehrfacher Begehungen und Anträge war jahrelang nichts geschehen. Die Fraktion: „Das hat uns sehr gefuchst, zumal hier ein richtiger Gefahrenpunkt vorlag. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, hieß es immer, Eppelheim sei nicht zuständig“, so die Fraktion. Mit dem Brückenabriss und der neuen Umleitung hatte sich die Situation weiter zugespitzt, so dass dringend etwas passieren musste. Auf Antrag der Grünen wurde daher die Lage vor Ort bei der letzten Verkehrstagfahrt begutachtet, die Gefahrensituation sodann zügig behoben. „Wir waren überrascht, wie schnell es auf einmal ging“, freut sich die Fraktion. (mehr …)

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PHV-Konversion und die Auswirkungen auf Eppelheim – Gut besuchte Veranstaltung der Eppelheimer Grünen

Seit Jahren wird auf vielen Ebenen in Heidelberg die Konversion des Patrick-Henry-Village (PHV) geplant. Obwohl nur einen Steinwurf von der Eppelheimer Gemarkungsgrenze entfernt, ging die Debatte um die Zukunft der früheren amerikanischen Wohnsiedlung bislang größtenteils an Eppelheim vorbei. Deshalb war bei der Diskussionsveranstaltung der Eppelheimer Grünen spürbar, dass die zahlreichen Gäste von den Referenten einerseits genau wissen wollten, was der bisherige Planungsstand ist. Gleichzeitig machten die Veranstalter und auch die Bürgerinnen und Bürger deutlich: Die PHV-Konversion brennt den Menschen unter den Nägel und die Eppelheimer Bürgerschaft möchte sich gerne einmischen, wenn es um die zukünftige Nutzung des PHV geht.

Nach einem kurzen Exkurs in die Geschichte des PHV durch den Moderator des Abends, Marc Böhmann, übernahmen die beiden Grünen Stadträtinnen Christa Balling-Gündling und Isabel Moreira da Silva den Einstieg in die Diskussion. Sie benannten die wichtigen Themenfelder und brachten Fragen bezüglich der Wechselwirkungen zwischen der PHV-Konversion und der Entwicklung von Eppelheim ins Gespräch. Welche ÖPNV-Anbindung ist für das PHV denkbar? Welche Arbeitsplätze in Eppelheim können gefährdet sein oder entstehen neu? Welche Auswirkungen hat die PHV-Konversion auf das Vereinsleben oder das Mikroklima und die sensible Frischluftschneise?

Michael Braum, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung (IBA), schlug einen Bogen von der Industrie- zur Wissensgesellschaft und den jeweiligen Wohn- und Siedlungsformen. Die IBA, die federführend die Projektentwicklung übernommen hat, stellte nach breiter Diskussion in Heidelberg einen „Plan Null“ vor. Demnach sollen in dem zukünftigen Stadtteil neue Wohnformen und Arbeitsplätze für mehr als 10.000 Menschen entstehen. Braum denkt auch an neue Mobilitätskonzepte und mehrere Mikroquartiere mit unterschiedlichem Charakter. „Machen Sie sich keine Sorgen, das geht sich gut aus“, so Braum abschließend. (mehr …)

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ASV-Sportplatz: Biotop zerstört – Stadt muss Ausgleich schaffen

Erst jüngst hat der Gemeinderat für den Umbau des ASV-Sportplatzes einen Zuschuss von rund 600.000 Euro genehmigt. Nun dürfte die Baumaßnahme der Stadt noch teurer kommen. Denn im Zuge der Erweiterung wurden geschützte Biotopflächen illegal gerodet. Nun drohen teure Ausgleichsmaßnahmen. Dies bestätigten die zuständigen Behörden auf Anfrage der Grünen-Fraktion.
Rückblick: Ende November wurden am Sportplatz umfangreiche Rodungen beobachtet. Hiervon betroffen war auch ein breiter Streifen entlang des Bahndamms. Dieser wurde im Zuge von Erdarbeiten vollständig gerodet. Die Crux: Der Bereich war nach § 30 BNatSchG geschützt. Es folgten diverse Anfragen der Fraktion und eine Umweltmeldung durch den Naturschutzbund (NABU). Die Antwort der Naturschutzbehörde, die nun der Fraktion vorliegt, bestätigt: Die Rodungen stellen einen erheblichen Eingriff in Biotopflächen dar. „Die Zerstörung von Biotopen ist keine Bagatelle“, reagiert die Fraktion. Besonders bitter für die Grünen: „Die Rodungen waren unnötig und vermeidbar“. Weitere Recherchen ergaben zudem: Die Tribüne wurde ohne Genehmigung errichtet. Jetzt muss ein Bauantrag nachgereicht werden. Dabei sehen die Grünen weniger Bürgermeisterin Rebmann in der Verantwortung: „Der Bau wurde noch unter der Regie ihres Amtsvorgängers begonnen. Alles musste schnell gehen, und da standen offenbar gesetzliche Vorgaben im Weg.“ (mehr …)

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Grüne lehnen Radschnellweg auf dem Bahndamm ab

Christa Balling-Gündling

Für unsere Fraktion war es immer ein großes Anliegen, die Radwegesituation in Eppelheim  zu verbessern und auszubauen. Radverkehr ist ein wichtiger Baustein für das Erreichen unserer Klimaziele. Wo Fahrräder sicher und zügig unterwegs sind, vermindern sie Verkehrsdichte und Stau. Radschnellwege können da einen wichtigen Beitrag leisten.

Gleichzeitig hat sich unsere Fraktion auch immer für den Erhalt des Alten Bahndamms eingesetzt und dessen Bedeutung als Biotop sowie als Naherholungszone für Fußgänger und Radfahrer hingewiesen – Stichwort: Maulbeerallee.

Der Antrag der SPD klingt daher auf den ersten Blick unterstützenswert. Näher betrachtet stellen sich jedoch für uns große Fragezeichen. Die Frage ist: Liegen die Voraussetzungen für ein Radschnellweg überhaupt vor? Und ist die alte Bahntrasse hierfür geeignet?  (mehr …)

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Grüne Fraktion irritiert über Verkehrspolitik der Eppelheimer Liste

Die Grüne Gemeinderatsfraktion wundert sich über ihre Ratskollegen von der Eppelheimer Liste. Sie fordern zwar mehr Sicherheit bei der Querung der Schüler an der Kreuzung Rudolf-Wild- und Richard-Wagner-Straße. Die Fahrradstraße, die erwiesenermaßen zu den sichersten Straßen für Radfahrer und Schüler gelten, wollen sie aber abschaffen. „Den Ratskollegen liegen offenbar die Interessen der Autofahrer näher. Anders ist nicht zu erklären, dass ein paar notorische Falschfahrer für sie das Maß der Verkehrspolitik zu sein scheinen. Wenn wir uns immer an regelwidrigem Verhalten orientieren würden, würde Eppelheim bald im Verkehrschaos versinken.“
Die Grünen weiter: „Für unsere Fraktion hat die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler Vorrang. Die Fahrradstraße hat sich bewährt. Sie wurde nach einem langen Diskussionsprozess eingeführt. Schule, Verkehrsbehörde und Allgemeiner Fahrradclub haben dies befürwortet. Die Sicherheit hat sich seither im Umfeld der Schule deutlich verbessert. Auch die Anwohner profitieren davon, da der Verkehr ruhiger geworden ist. Dass das Konzept der Fahrradstraße ein Erfolgsmodell ist, zeigen zudem die Städte im Umland: Sie bauen ihr Fahrradstraßennetz aus.“ (ids)

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Bürgerbegehren der Eppelheimer Liste: „Die Alternative wäre keine Brücke“

„Hier wird schlichtweg falsch informiert“, reagiert die Grünen-Fraktion auf das Bürgerbehren gegen eine zweigleisige Brücke und einen Kreisel an der Hauptstraße. „Die Eppelheimer Liste (EL) outet sich als Zukunftsverweigerer. Sie verschläft nicht nur die Beratungen im Gemeinderat. Sie hängt auch der Zeit hinterher“, so die Fraktion. „Es stimmt nicht, dass die Bürger nicht beteiligt wurden. Die Pläne sind seit 2014 allen bekannt. Das Mobilitätsnetz wurde mehrfach öffentlich vorgestellt. Die Vertreter der RNV waren offen für Vorschläge. So wurde zuletzt die Breite von knapp 25 auf unter 22 Metern verringert. Es gab genug Gelegenheiten für ein Bürgerbegehren, was wir grundsätzlich begrüßen. Eine Verzögerung des Projektes zum jetzigen Zeitpunkt hätte aber verheerende Folgen. Es würde auf jeden Fall zu mehr Kosten führen.“ (mehr …)

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Bahndamm: „Es lohnt sich, weiter zu kämpfen“

Gemeinderat entscheidet über Klage
Das Tauziehen um den Bahndamm geht weiter. Ausgang offen. Dieser Tage gingen bei Anwohnern und im Rathaus die Ablehnungsbescheide des Regierungspräsidiums (RP) in Sachen Widerspruch gegen den umstrittenen SB-Markt ein. Bliebe es dabei, könnte der Investor praktisch bauen. Gleichzeitig lief die Frist für den Investorenwettbewerb zum Verkauf des westlichen Bahndamms aus. Pikant dabei: Unter den Hammer kam auch das Areal entlang des ASV-Sportplatzes. Dieses gilt als geschütztes Biotop. „Bislang stand dieses Gelände nicht zur Disposition. Nun werden auch hierfür Begehrlichkeiten geschaffen. Das ist ein Skandal,“ reagiert Christa Balling-Gündling auf diese Nachrichten. (mehr …)

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