Stadtentwicklung & Verkehr

„Verbesserung der Linie 22 sollte kostenneutral sein“ – Grüne befürworten kürzeren Takt an Sonn- und Feiertagen

„Wir begrüßen, dass eine Mehrheit des Gemeinderats unserem Antrag gefolgt ist, die Verhandlungen über eine Verbesserung der Linie 22 fortzuführen. Dies zeigt erste Früchte. Die Stadt Eppelheim unterstützt nun auch unseren Vorschlag nach einem kürzeren Takt an Sonn- und Feiertagen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Demnach ist jetzt angedacht, den Takt an Sonn- und Feiertagen auf 15 Minuten zu verkürzen. Indes kündigt sich bei der Kostenbeteiligung neuer Streit an. So belaufen sich die Kosten hierfür laut RNV auf 150.000 Euro. Sollte Eppelheim sich nicht daran beteiligen, würde nur der Stadtteil Pfaffengrund von einer Taktverdichtung profitieren. Die Grünen halten dagegen: „Eppelheim darf nicht abgehängt werden. Lösungen sollten gemeinsam und zum Nutzen aller gefunden werden.“

Deshalb haben die Eppelheimer Grünen jetzt beantragt, unter anderem eine möglichst kostenneutrale Lösung prüfen zu lassen. „Wenig frequentierte Takte an Samstagen könnten beispielsweise auf 20 Minuten verkürzt, dafür an Sonn- und Feiertagen zu bestimmten Zeiten erhöht werden. Ein 20-Minuten-Takt erscheint uns ausreichend“, heißt es in dem Antrag. „Die Lebensgewohnheiten haben sich geändert. Die aktuelle Vertaktung ist nicht mehr zeitgemäß. Von einer Verbesserung sollen natürlich auch die vielen Straßenbahnnutzer in Eppelheim profitieren. Am besten sind Lösungen, die die städtischen Kassen beider Städte möglichst nicht zusätzlich belasten.“ (mehr …)

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„Die meisten wollen mehr Sicherheit“ – Grüne für Schritttempo in der Hauptstraße

Erklärten den Passanten das Konzept einer Begegnungszone: Ersi Xanthopoulos und Isabel Moreira da Silva (2.u.3.v.l); Foto: B90/Grüne

Die Hauptstraße stand im Mittelpunkt des Wahlinfo-Stands der Grünen am vergangenen Samstag. Unter dem Motto „Raum für alle“ stellten sie auf einer Infotafel am Wasserturmplatz ihr Programm für eine verkehrsberuhigte Hauptstraße vor. Hierzu konnten Interessierte Vorschläge und Anregungen machen. Gleichzeitig reagierten die Grünen damit auf den jüngsten Ratsbeschluss zur Hauptstraße. Demnach soll der Gleiskörper teilweise freigegeben, das Parken auf der Fahrbahn wieder erlaubt werden. Die Maßnahme sehen die Grünen kritisch. „Damit lösen wir das Chaos in unserer Ortsmitte nicht“, so die Sprecherin Isabel Moreira da Silva. Bestärkt sehen sich die Grünen von den vielen Besuchern, die vor allem zu Fuß und mit dem Rad unterwegs waren. „Die Autofahrer haben sich wieder mal durchgesetzt“, ärgerte sich eine ältere Frau. Eine junge Mutter mit Tretroller forderte mehr Tempokontrollen. Auch sie wünschte sich, mit ihren beiden Kindern sicher die Straße nutzen zu können. Das Fazit der Grünen: „Die meisten wollen vor allem mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer“.

Zwar soll laut Rathaus die Lösung nur vorläufig sein. Unsicher ist, was danach kommt. Hier werden die Grünen nun konkret: Sie schlagen für die zentrale Einkaufsstraße ihrer Stadt eine teilweise Verkehrsberuhigung vor: Zwischen Rathaus und Volksbank oder idealerweise zwischen Rathaus und Scheffelstraße soll Schritttempo gelten. Damit wollen die Grünen besonders den Bedürfnissen der schwächeren Verkehrsteilnehmer gerecht werden. Um Ausweichverkehr in der Blumenstraße zu vermeiden, soll zudem der Bereich am Hugo-Giese-Platz verkehrsberuhigt werden. Der Vorschlag stieß auf große Zustimmung bei den Passanten. (mehr …)

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Lehren aus Akin-Bauten: Stadtentwicklungskonzept als Chance für Eppelheim

„Der Fall Akin zeigt: Eppelheim braucht klare städtebauliche Leitlinien, die für alle gleichermaßen gelten. Dazu brauchen wir das Stadtentwicklungskonzept. Dieses sollte endlich starten“, fordert die grüne Fraktion. Damit reagieren die Grünen auf das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts im Fall der massiven Bebauung der Firma Akin in der Spitalstraße. Demnach ist der Bau rechtens. Das Haus füge sich entgegen der Auffassung der Stadt in die nähere Umgebung ein. Zwar hat nun der Bauausschuss mehrheitlich beschlossen, das Urteil anzufechten. Dem bescheinigt jedoch die städtische Anwältin wenig Aussicht. „Wir werden wohl mit dem Gebäude leben müssen, sollten aber daraus unsere Lehren für eine künftige Stadtentwicklung ziehen“, erklärt Fraktionssprecherin Christa Balling-Gündling.  (mehr …)

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Grüne starten Stickoxidmessung

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen startete zusammen mit der Gemeinderatsfraktion der Grünen eine erste Stickoxidmessung in Eppelheim. Stickstoffoxid ein Teil der Feinstaubbelastung, der als besonders gesundheitsschädlich gilt. Doch wie hoch ist die Belastung in Eppelheim? Das wollten nun die Grünen wissen. In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), Regionalverband Heidelberg und Rhein- Neckar- Kreis, brachten sie Messröhrchen des renommierten Schweizer Herstellers Passam an ausgewählten Schwerpunkten in Eppelheim an.

Die Messröhrchen müssen in einer Höhe von zirka zwei Metern angebracht werden. Andernfalls können die Messwerte verfälscht werden. Der Hersteller der Messröhrchen schreibt weiterhin vor, in welchem Zeitraum die Messungen durchzuführen sind. Gemessen wird die Konzentration an Stickstoffdioxid in der Luft. Stickstoffdioxid (NO2) ist ein Luftschadstoff, der als Nebenprodukt unter anderem in Dieselmotoren entsteht. Hauptverursacher erhöhter Konzentrationen an NO2 sind der Verkehr und Kraftwerke, die fossile Brennstoffe wie Kohle verbrennen. Stickstoffdioxid belastet Mensch und Umwelt. Beim Menschen kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lungenfunktion und letztlich zu chronischen Herz-Kreislauferkrankungen kommen.  (mehr …)

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Lärmaktionsplan für Rudolf-Wild-Straße soll kommen

„Wir begrüßen es, dass der Gemeinderat unserem Antrag auf Lärmaktionsplan für die Scheffel- und Rudolf-Wild-Straße gefolgt ist“, reagiert die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf den Beschluss am vorvergangenen Montag. Demnach soll zunächst eine Ausschreibung stattfinden, die auch die Mozart- und Peter-Böhm-Straße erfasst. Ebenfalls Zustimmung fand der Antrag, Gespräche mit den Nachbarkommunen und den ortsansässigen Firmen wegen einer Lkw-Umfahrung zu führen.

„Auslöser war eine Anfrage einer Anwohnerin der Rudolf-Wild-Straße zu Tempo 30“, erklärte Christa Balling-Gündling in ihrer Stellungnahme. „Die Anfrage wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass lediglich vor Kindergärten in Kreisstraßen Tempo 30 zulässig sei. Unsere Fraktion hat dies zum Anlass genommen, endlich Nägel mit Köpfen zu machen: Während die Kommunen im Umland aktiv an Lärmaktionsplänen und der Einführung von Tempo 30 arbeiten, hinkt Eppelheim dem Zeitgeist hinterher. Zwar wurde 2014 für die Hauptstraße ein Lärmaktionplan gestartet, andere stark befahrene Straßen wie die Rudolf-Wild-Straße blieben jedoch außen vor.“

Für die Grünen nicht nachvollziehbar, denn die problematische Verkehrssituation in der Kreisstraße sei seit langem bekannt. (mehr …)

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Lärmmessungen und effizientes Lkw-Leitsystem: Grüne stellen Antrag auf Entlastung der Rudolf-Wild-Straße

„Was passiert mit den Lkw? Warum fahren die Laster immer noch durch den Ort?“, hatten die Grünen schon 2013 angefragt. Fünf Jahre später fällt das Resümee ernüchternd aus. „Die bisherigen Maßnahmen greifen kaum oder nur wenig. Denn der Schwerlastverkehr nimmt innerorts stetig zu“, so die Fraktion der Grünen. Hinzu kommen die nächtlichen Pendler zum Gewerbegebiet im Süden, Raser, Poser und getunten Motorräder. Besonders gebeutelt sind hiervon die Anwohner zwischen Blumen- und Peter-Böhm-Straße. In der engen Häuserschlucht erreicht der Lärmpegel Spitzenwerte. Ein gesundes Wohnen und Schlafen ist hier kaum möglich. Aber auch die Anwohner der übrigen Rudolf-Wild-Straße stöhnen.

Deshalb beantragte die Grüne Fraktion Lärmmessungen in dieser Kreisstraße und ein effizientes Lkw-Leitsystem für die Betriebe ADM/Wild und Sisi im Süden. Das Ziel: Die schweren 30-Toner sollen aus der Ortsmitte raus, in der Rudolf-Wild-Straße durchgängig Tempo 30 eingeführt werden.

Hintergrund: Wie Anwohner berichten, fahren derzeit zu jeder Tages- und Nachtzeit verstärkt 30-Tonner in beide Richtungen durch die Kreisstraße und die Wohngebiete. Schon Anfang des Jahres hatte die Fraktion angefragt, warum die Lkw-Verbote nicht greifen. So habe der Anlieferverkehr in das Gewerbegebiet Süd deutlich zugenommen, es fehlten Wartebuchten und Wendemöglichkeiten. Fahrer, die nach 20 Uhr oder wegen Auslastung an der Pforte abgewiesen würden, könnten mangels Wendemöglichkeit nur stadteinwärts fahren, irrten dann durch die Stadt. Einige suchten sich einen Schlafplatz auf öffentlichen Plätzen und Straßen, belasteten dadurch die Wohngebiete und die städtische Infrastruktur.  (mehr …)

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Sicher auf dem Fahrrad: Radfalle an Schott-Brücke entschärft

Radler können ein wenig aufatmen. Seit einigen Monaten schützen große rote Barken Radfahrer, die von der Heinrich-Schott-Brücke in die Kreuzung am Ärztehaus einfahren. Sie gelangen nun relativ sicher von der Brücke auf die Fahrbahn. Umgesetzt wurde dies auf Antrag der Grünen, die auf eine Entschärfung drängten.

Doch von Anfang an: „Eppelheim hat in den letzten Jahren vieles für Radfahrer getan. Doch noch immer sind die Hauptverkehrswege nicht überall sicher zu befahren. So etwa auch die Ortseinfahrt an der Wieblinger Straße. Wer etwa als Radler von der Brücke am Ende des Radwegs auf die Fahrbahn wechselte, wurde vom herannahenden Verkehr regelrecht an den Rand gedrängt. Trotz mehrfacher Begehungen und Anträge war jahrelang nichts geschehen. Die Fraktion: „Das hat uns sehr gefuchst, zumal hier ein richtiger Gefahrenpunkt vorlag. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, hieß es immer, Eppelheim sei nicht zuständig“, so die Fraktion. Mit dem Brückenabriss und der neuen Umleitung hatte sich die Situation weiter zugespitzt, so dass dringend etwas passieren musste. Auf Antrag der Grünen wurde daher die Lage vor Ort bei der letzten Verkehrstagfahrt begutachtet, die Gefahrensituation sodann zügig behoben. „Wir waren überrascht, wie schnell es auf einmal ging“, freut sich die Fraktion. (mehr …)

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PHV-Konversion und die Auswirkungen auf Eppelheim – Gut besuchte Veranstaltung der Eppelheimer Grünen

Seit Jahren wird auf vielen Ebenen in Heidelberg die Konversion des Patrick-Henry-Village (PHV) geplant. Obwohl nur einen Steinwurf von der Eppelheimer Gemarkungsgrenze entfernt, ging die Debatte um die Zukunft der früheren amerikanischen Wohnsiedlung bislang größtenteils an Eppelheim vorbei. Deshalb war bei der Diskussionsveranstaltung der Eppelheimer Grünen spürbar, dass die zahlreichen Gäste von den Referenten einerseits genau wissen wollten, was der bisherige Planungsstand ist. Gleichzeitig machten die Veranstalter und auch die Bürgerinnen und Bürger deutlich: Die PHV-Konversion brennt den Menschen unter den Nägel und die Eppelheimer Bürgerschaft möchte sich gerne einmischen, wenn es um die zukünftige Nutzung des PHV geht.

Nach einem kurzen Exkurs in die Geschichte des PHV durch den Moderator des Abends, Marc Böhmann, übernahmen die beiden Grünen Stadträtinnen Christa Balling-Gündling und Isabel Moreira da Silva den Einstieg in die Diskussion. Sie benannten die wichtigen Themenfelder und brachten Fragen bezüglich der Wechselwirkungen zwischen der PHV-Konversion und der Entwicklung von Eppelheim ins Gespräch. Welche ÖPNV-Anbindung ist für das PHV denkbar? Welche Arbeitsplätze in Eppelheim können gefährdet sein oder entstehen neu? Welche Auswirkungen hat die PHV-Konversion auf das Vereinsleben oder das Mikroklima und die sensible Frischluftschneise?

Michael Braum, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung (IBA), schlug einen Bogen von der Industrie- zur Wissensgesellschaft und den jeweiligen Wohn- und Siedlungsformen. Die IBA, die federführend die Projektentwicklung übernommen hat, stellte nach breiter Diskussion in Heidelberg einen „Plan Null“ vor. Demnach sollen in dem zukünftigen Stadtteil neue Wohnformen und Arbeitsplätze für mehr als 10.000 Menschen entstehen. Braum denkt auch an neue Mobilitätskonzepte und mehrere Mikroquartiere mit unterschiedlichem Charakter. „Machen Sie sich keine Sorgen, das geht sich gut aus“, so Braum abschließend. (mehr …)

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ASV-Sportplatz: Biotop zerstört – Stadt muss Ausgleich schaffen

Erst jüngst hat der Gemeinderat für den Umbau des ASV-Sportplatzes einen Zuschuss von rund 600.000 Euro genehmigt. Nun dürfte die Baumaßnahme der Stadt noch teurer kommen. Denn im Zuge der Erweiterung wurden geschützte Biotopflächen illegal gerodet. Nun drohen teure Ausgleichsmaßnahmen. Dies bestätigten die zuständigen Behörden auf Anfrage der Grünen-Fraktion.
Rückblick: Ende November wurden am Sportplatz umfangreiche Rodungen beobachtet. Hiervon betroffen war auch ein breiter Streifen entlang des Bahndamms. Dieser wurde im Zuge von Erdarbeiten vollständig gerodet. Die Crux: Der Bereich war nach § 30 BNatSchG geschützt. Es folgten diverse Anfragen der Fraktion und eine Umweltmeldung durch den Naturschutzbund (NABU). Die Antwort der Naturschutzbehörde, die nun der Fraktion vorliegt, bestätigt: Die Rodungen stellen einen erheblichen Eingriff in Biotopflächen dar. „Die Zerstörung von Biotopen ist keine Bagatelle“, reagiert die Fraktion. Besonders bitter für die Grünen: „Die Rodungen waren unnötig und vermeidbar“. Weitere Recherchen ergaben zudem: Die Tribüne wurde ohne Genehmigung errichtet. Jetzt muss ein Bauantrag nachgereicht werden. Dabei sehen die Grünen weniger Bürgermeisterin Rebmann in der Verantwortung: „Der Bau wurde noch unter der Regie ihres Amtsvorgängers begonnen. Alles musste schnell gehen, und da standen offenbar gesetzliche Vorgaben im Weg.“ (mehr …)

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