Natur & Umwelt

Gut besuchter Osterstand – Blumensamen fanden reißenden Absatz

Am diesjährigen Osterstand der Eppelheimer Grünen auf dem Wasserturmplatz drehte sich alles rund um Biene und Co. „Viele nützliche Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer sind stark in ihrem Bestand bedroht. Das hat verheerende Folgen für das gesamte Ökosystem. Ohne Bienen keine Kirschen und Äpfel. Dagegen kann jedoch jeder einzelne etwas tun“, so Isabel Moreira da Silva, Sprecherin des Ortsverbands. Dies nahmen die Grünen zum Anlass, passend zum Start in die Gartensaison neben grünen Ostereiern auch Blumensamen zu verteilen, die man im eigenen Garten oder auf dem Balkon aussäen kann. „So kann jeder seine eigene ‚Bienenweide’ anlegen und für ein blühendes Eppelheim sorgen“, so Vorstandsmitglied Steffen Bühle. Der Stand erfreute sich großen Andrangs, die Samen reißender Nachfrage. Schon um 11.30 Uhr war auch das letzte Tütchen Blumensamen vergriffen.

Unterstützt wurden die Eppelheimer Grünen von Günther Martin. Der Imker und passionierte Naturschützer aus Ketsch gab viele nützliche Tipps rund um einen bienenfreundlichen Garten und erklärte die Funktionsweise eines Insektenhotels. Hierzu hatte er eigens ein selbst gebautes Exemplar mitgebracht. „Eine tolle Sache“, erklärte ein Vater, der mit seinen drei Kindern an den Stand gekommen war. Er regte an, so ein Insektenhotel im Stadtpark zu errichten. Auch der grüne Landtagsabgeordnete des Wahlkreises, Manfred Kern, unterstützte die Eppelheimer Aktiven vor Ort. „Wir haben in der Vergangenheit auf Kosten der Natur gewirtschaftet. Angefangen beim Insektensterben, zeigt der drohende Verlust der Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen, dass wir etwas tun müssen. Das Land fördert deshalb Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt mit 36 Millionen Euro. Hiervon kann auch Eppelheim profitieren“, so Kern.

„Das war eine prima Idee“, waren sich viele Besucherinnen und Besucher einig, die von der Aktion „Tu was für Biene und Co.“ in der Presse gelesen hatten.

Foto Privat: Ersi Xanthopoulos (Stadträtin), Stephanie Aeffner, Marc Böhmann, Isabel Moreira da Silva (Stadträtin, Sprecherin), Günther Martin (Imker), MdL Manfred Kern (Grüne), Steffen Bühle (Vorstandsmitglied) (v.l.n.r)

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ASV-Sportplatz: Biotop zerstört – Stadt muss Ausgleich schaffen

Erst jüngst hat der Gemeinderat für den Umbau des ASV-Sportplatzes einen Zuschuss von rund 600.000 Euro genehmigt. Nun dürfte die Baumaßnahme der Stadt noch teurer kommen. Denn im Zuge der Erweiterung wurden geschützte Biotopflächen illegal gerodet. Nun drohen teure Ausgleichsmaßnahmen. Dies bestätigten die zuständigen Behörden auf Anfrage der Grünen-Fraktion.
Rückblick: Ende November wurden am Sportplatz umfangreiche Rodungen beobachtet. Hiervon betroffen war auch ein breiter Streifen entlang des Bahndamms. Dieser wurde im Zuge von Erdarbeiten vollständig gerodet. Die Crux: Der Bereich war nach § 30 BNatSchG geschützt. Es folgten diverse Anfragen der Fraktion und eine Umweltmeldung durch den Naturschutzbund (NABU). Die Antwort der Naturschutzbehörde, die nun der Fraktion vorliegt, bestätigt: Die Rodungen stellen einen erheblichen Eingriff in Biotopflächen dar. „Die Zerstörung von Biotopen ist keine Bagatelle“, reagiert die Fraktion. Besonders bitter für die Grünen: „Die Rodungen waren unnötig und vermeidbar“. Weitere Recherchen ergaben zudem: Die Tribüne wurde ohne Genehmigung errichtet. Jetzt muss ein Bauantrag nachgereicht werden. Dabei sehen die Grünen weniger Bürgermeisterin Rebmann in der Verantwortung: „Der Bau wurde noch unter der Regie ihres Amtsvorgängers begonnen. Alles musste schnell gehen, und da standen offenbar gesetzliche Vorgaben im Weg.“ (mehr …)

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Grüne beantragen Baumlehrpfad für Eppelheim – Bürger sollen sich beteiligen können

Natur und Naherholung spielen für die Attraktivität einer Stadt eine wichtige Rolle. Seit Jahren fordern deshalb die Grünen mehr Anstrengungen in diesem Bereich. Nun haben sie einen Vorschlag erarbeitet, der Eppelheim eine neue Attraktion bescheren könnte: Im Süden soll ein Baumlehrpfad mit Blühwiesen entstehen. Das Gute daran: Die Stadt soll es nicht viel kosten. Und die Bürgerinnen und Bürger sollen sich beteiligen können.

„Klimawandel und der Rückgang von Tier- und Pflanzenarten sind einige der drängendste Fragen unserer Zeit. Insbesondere das dramatische Insektensterben zeigt, dass gegensteuernde Maßnahmen dringend erforderlich sind. Ein Baumlehrpfad leistet nicht nur einen Beitrag zum Naturschutz. Eine abwechslungsreiche Landschaft lädt auch zu mehr Bewegung ein und trägt zur Gesundheit der Menschen bei. Bäume senken zudem die CO2-Emissionen und schaffen ein besseres Stadtklima“, heißt es in dem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen. (mehr …)

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Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel

Isabel Moreira da Silva

Isabel Moreira da Silva

Klimaexperten warnen seit Jahren: Globale Erwärmung, zunehmende Bebauung, Versiegelung von Grünflächen führen zu einer zunehmenden Aufheizung. Den Städten droht der Hitzekollaps. Wer bislang noch daran gezweifelt hat, wird durch den jüngsten Monitoringbericht des Landes eines Besseren belehrt. Das ernüchternde Ergebnis: Der Klimawandel hat den Südwesten voll im Griff. Demnach ist es seit 1960 nicht nur wärmer, sondern auch insgesamt heißer geworden. Sommertage mit über 25 Grad haben in Baden-Württemberg um 35 % zugenommen, heiße Tage mit über 30 Grad sind gar um rund 84 % gestiegen. Besonders ausgeprägt ist dabei der Temperaturanstieg in den Städten entlang des Rheintals – davon betroffen auch Heidelberg und Eppelheim. Allein hier sind in den letzten 30 Jahren die Sommertage um 20 Tage auf durchschnittlich bis zu 70 Tage gestiegen. Und es kommt noch schlimmer: Die Hitzezeiten werden künftig weiter zunehmen.

Diese sommerlichen Hitzeextreme bleiben nicht ohne Folgen – für die Lebensqualität, die kommunale Infrastruktur und die Gesundheit der Menschen. Vor allem Senioren, die einen zunehmend größeren Anteil der Bevölkerung darstellen, leiden unter der Hitze. In Eppelheim, der am dichtesten bebauten Gemeinde im Land mit exponierter Lage, macht sich dies besonders bemerkbar. Städtebauliche Fehlentwicklungen wie massive Überbauung ohne Grün, das zunehmende Entfernen von Bäumen und Hecken ohne geeigneten Ersatz, der laxe Umgang mit Pflanzvorgaben in Bebauungsplänen, der Modetrend zu immer mehr Steingärten – vieles ist hausgemacht. (mehr …)

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Bahndamm: Geht das Tauziehen weiter? – Grüne fordern unabhängiges Wertgutachten

Grüner RentnerwegKauft die Stadt den Bahndamm? Und was wird aus der Maulbeerbaumallee? Diese Fragen dürften sich aktuell viele Bürgerinnen und Bürger stellen. „Derzeit laufen Gespräche zum Kauf des Geländes. Eine Einigung ist aber nicht in Sicht. Die Vorstellungen von Bahn und Stadt liegen zu weit auseinander. Von einem hohen sechstelligen Betrag ist derzeit die Rede“, so die Grünen-Fraktion, die solche Forderungen nicht nachvollziehen können, hat doch das Gelände an Attraktivität für Investoren verloren.
Doch alles der Reihe nach. Bekanntlich drohte die Bahn als Eigentümerin des Geländes mit Schadensersatz in Millionenhöhe, sollte die Stadt den Bahndamm als Grünzug ausweisen und keine Bebauung zulassen. Das jahrelange Tauziehen gipfelte zuletzt in einem Bauvorbescheid für einen Supermarkt. Nachdem dieses nun vom Gericht gekippt und das Areal zum Außenbereich erklärte wurde, steht fest: Der Bahndamm bleibt grün. Ein Erfolg, den sich nicht zuletzt die Grünen auf die Fahnen schreiben, kämpften sie doch von Beginn an für den Erhalt des Grünstreifens. Vergangenen November kam dann eine weitere überraschende Wendung: Es wurde bekannt, dass Teile des Bahndamms bereits 1996 als Bahngelände entwidmet wurden, die Bahn damit nie Anspruch auf Schadensersatz hatte. Eine Nachricht, die bei den Grünen wie eine Bombe einschlug: „Die Schadensersatzkeule war nur heiße Luft. Bürger und Gemeinderat wurden jahrelang an der Nase herumgeführt“, so die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen.
Nun fordert die Ökopartei, die Kaufgespräche auf eine transparente Grundlage zu stellen. „Das Gemauschel um den Bahndamm muss ein Ende haben. Wir wollen ein unabhängiges Gutachten, um den tatsächlichen Wert des Geländes zu ermitteln. Dieses liegt nach bisheriger Bewertung der Flurbereinigungsbehörde bei zirka 120.000 Euro“, so die Grünen-Fraktion, die sich zuversichtlich zeigt, dass eine Einigung gefunden werden kann. Die Grünen: „Mit dem Erwerb wäre endlich der Weg frei, das Gelände als attraktives Naherholungsgebiet zu überplanen“.

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„Wir brauchen keine Bahnstadt“

„Wir fühlen uns an der Nase herumgeführt“, reagiert die Grünen-Fraktion auf die jüngsten Vorgänge um den alten Bahndamm. Auch der zweite Anlauf des Gemeinderats, für das Gelände einen Bebauungsplan mit Veränderungssperre auf den Weg zu bringen, ist gescheitert. Weil die Stadtverwaltung eine wichtige Frist verstreichen ließ, musste das Landratsamt Anfang Oktober einer Voranfrage für einen zweiten umstrittenen Supermarkt stattgeben. Damit ist nicht nur der Beschluss des Gemeinderats erneut hinfällig. Es droht eine großflächige Bebauung, die eigentlich keiner will. Und: Auch mögliche Pläne für einen Fuß- und Radweg wären damit endgültig passé. (mehr …)

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Kindergarten Villa Kunterbunt: „Fällen der Bäume ist ein Fehler“

Grüne fordern Umsetzung des ursprünglichen Plans
„Das Fällen der Bäume im Zuge des geplanten Kindergartenneubaus halten wir für einen großen Fehler. Die bis zu 80 und 100 Jahre alten Robinien und Linden sind stadtbildprägende Naturdenkmäler. Sie erfüllen eine wichtige Funktion für das Stadtklima, da sie für Frischluft und Kühlung sorgen. Sie bieten Lebensräume für die heimische Tierwelt und dienen den Kindern als natürliche Schattenspender. Zudem binden sie eine Menge klimaschädliche CO2-Emissionen“, erklärt die Fraktion der Grünen in einer Pressemitteilung. „Wir fordern deshalb, dass das benachbarte Grundstück wie ursprünglich geplant mit in die Planungen einbezogen wird. Damit wäre eine Verlegung des neuen Kita-Gebäudes nach Osten möglich. Die Bäume könnten so größtenteils vor dem Kahlschlag gerettet werden“, ergänzt die Fraktion. (mehr …)

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Grüne begrüßen Beitritt zum Klimaschutzkonzept des Kreises

Im Dezember 2010 hatte sich der Kreistag erstmals mit Klimaschutzzielen befasst. Spät, aber immerhin. Im April 2012 wurde dann der Beschluss gefasst, eine CO²-Bilanz, einen Wärmeatlas und einen Maßnahmenkatalog für ein Klimaschutzkonzept für den Rhein-Neckar-Kreis zu erstellen.

Ein Uranliegen der GRÜNEN seit 30 Jahren, dass Klimaschutz eine zentrale politische Aufgabe ist, fand endlich Eingang in die Politik des Kreises und mit dem Kooperationsvertrag soll auch Eppelheim einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten. 20 % Reduzierung des CO²-Ausstoßes gemessen am Basisjahr 2010 und weitere 10% bis 2030 sind die Ziele des Kreises. Zu wenig meint unsere Fraktion. Um die Erderwärmung zu stoppen, müssten bis 2050 global die CO²-Emissionen um 50 % reduziert werden. Die Ziele der Bundesregierung waren sogar noch ehrgeiziger, nämlich eine Reduzierung um 95 %. Dies dürfte aber nach den Vorgaben des jetzigen Wirtschafts- und Energieministers Makulatur werden. Wer noch stärker auf die klimaschädliche Kohle setzt und damit Investitionen in die erneuerbaren Energien unrentabel macht, steuert in die Gegenrichtung. (mehr …)

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„Naturschutz mit Naherholung verbinden“ – Grüne präsentieren Vorschlag für Baum- und Naturlehrpfad im Süden

Der Frühling nähert sich mit langsamen Schritten und nach dem langen Winter treibt es die Menschen immer mehr nach draußen. Doch wohin in Eppelheim? Spaziergänger und Jogger finden am Ortsrand zumeist eine eintönige Landschaft vor. Bis auf ein paar wenige natürliche Ecken gibt es nur spärliche Bäume und Büsche am Wegesrand. Gleichzeitig geht immer mehr Fläche für Wohnen und Gewerbe verloren.

Die Grünen, die seit Jahren mehr Anstrengungen im Bereich Naturschutz und Naherholung fordern, präsentieren nun einen Vorschlag, der Naturliebhaber und Freizeitsportler freuen dürfte: Im Süden soll ein Baum- und Naturlehrpfad entstehen. Ein entsprechender Antrag der Grünen-Fraktion fand in den letzten Haushaltsberatungen eine Mehrheit. Nun wird im Rathaus ein entsprechendes Konzept erarbeitet. (mehr …)

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