Natur & Umwelt

Grüne fordern deutlich mehr kommunalen Klimaschutz

„Während vor den Toren Eppelheims vom 22. bis 23. Mai 2019 die Weltgemeinschaft über Strategien zum Erreichen der Pariser Klimaziele debattiert, verpasst Eppelheim die eigenen Klimaziele – und keiner bekommt es mit“,  heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Deshalb ist ihnen jetzt der Geduldsfaden geplatzt. Sie nehmen die Konferenz zum Anlass, gleich drei Anträge zu stellen. Sie wollen einen Sachstandsbericht zum Klimaschutzkonzept und den Zielen des Konvents der Bürgermeister, dem Eppelheim beigetreten ist. Klimaschutz soll zudem als übergeordnetes Ziel in die strategischen Ziele der Stadt Eppelheim aufgenommen, das städtische Umweltförderprogramm fortsetzt werden.

„Trotz mehrfacher Anfrage liegt dem Gemeinderat kein Bericht zum Klimaschutzkonzept vor“, kritisieren die Grünen. „Zudem gibt es Bestrebungen, das Umweltförderprogramm zu streichen. Obwohl in den Haushaltsberatungen zugesagt wurde, wurde das Thema bislang dem Gemeinderat nicht zur Entscheidung vorgelegt. Wir fragen uns: Findet Klimaschutz in Eppelheim überhaupt noch statt?“ (mehr …)

Weiterlesen »

ASV-Biotop: „Die Kosten für den Ausgleich hat die Stadt verursacht“

Die Fraktion der Grünen meldet sich nun in der Debatte um die Ausgleichsmaßnahmen für die Rodungen am ASV-Biotop zu Wort. „Wir sind sehr verwundert über die Rechtsauffassung mancher Ratskollegen. Hier werden Tatsachen verdreht, die nicht so stehen bleiben können“, reagiert Fraktionssprecherin Balling-Gündling auf die Berichterstattung der RNZ vom 16. Mai 2019. Demnach hätten die Grünen die Rodung den Naturschutzbehörden gemeldet, seien somit für die teuren Ausgleichsmaßnahmen verantwortlich.

Dagegen stellen die Grünen klar: „Nicht die Grünen, sondern der NABU hat die Rodungen den Naturschutzbehörden gemeldet. Die teuren Ausgleichsmaßnahmen hat die Stadt selbst verursacht, indem sie die Rodungen hat vornehmen lassen, ohne die übergeordneten Behörden einzuschalten. Wer einen Eingriff in ein gesetzlich geschütztes Biotop vornimmt, muss dies den Naturschutzbehörden im Vorfeld melden und für einen angemessenen Ausgleich sorgen. Hierfür ist ein Gutachten notwendig. Diese Kosten hätte die Stadt also in jeden Fall tragen müssen – und nicht, wie von CDU und Eppelheimer Liste immer vorgetragen, vermieden werden können, es sei denn, man beabsichtige, das Gesetz zu umgehen. (mehr …)

Weiterlesen »

Ostergrüße im Zeichen des Artenschutzes

Freuten sich über die gelungene Osteraktion (v.l.): Dorothea Birkholz, Isabel Moreira da Silva, Sandra Waßner, Christa Balling-Gündling, Christoph Girmond, Peter Pflästerer, Hubertus Mauss (hinten), Ann-Katrin Hönig, Marc Böhmann. Foto: B90/Grüne

„Bienenfreundliche Samen sind derzeit der Renner. Das freut uns, aber ganz besonders die Bienen und Insekten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Grünen-Ortsverbands. Bunte Blühsamen verteilen die Ortsgrünen fast schon traditionell am Karsamstag. Doch aufgrund der großen Nachfrage waren die angekündigten Biosamen nicht erhältlich. Dafür gab es am diesjährigen Osterstand neben Ostereiern attraktive Preise rund um einen bienenfreundlichen Balkon und Garten zu gewinnen. Der Einladung zum Wasserturmplatz unter dem Motto „Grün wächst – Mitmachen und blühen lassen“ waren sodann viele Interessierte gefolgt. „Die Eier waren in kürzester Zeit vergriffen“, freut sich Grünensprecherin Isabel Moreira da Silva.
Neben dem Ostergruß gab es natürlich auch viel Information und Gesprächsstoff rund um die Kommunalwahl. Bei strahlendem Sonnenschein verteilten die Kandidatinnen und Kandidaten das frischgedruckte Programm, standen für Fragen zur Verfügung. Das Anliegen der Grünen anlässlich der Osteraktion: „Wir wollen auf die bedrohten Arten aufmerksam machen. Gerade im dicht bebauten Eppelheim muss man der Natur mehr Raum geben. Deshalb setzen wir uns für eine vielfältige und intakte Natur ein. Pestizide und andere Bienenkiller wollen wir nicht auf öffentlichen Grünflächen“, so Spitzenkandidatin Christa Balling-Gündling. Und Kandidat Peter Pflästerer wusste zu berichten: „Schon kleine Kinder wissen heute: Ohne Bienen gibt es keine Birnen und Äpfel – sie garantieren unsere Lebensgrundlage.“ Auch gegen den zunehmenden Trend zu immer mehr Steingärten wollten die Grünen ein Zeichen setzen. (mehr …)

Weiterlesen »

Für Artenvielfalt und gegen Klimakrise: Grüne pflanzen Eiche

Die Stadt grüner machen und eine vielfältige Landschaft schaffen, das haben sich die Grünen auf die Fahne geschrieben – und das Wahlprogramm. Dem ließen die Kandidatinnen und Kandidaten der grünen Liste jetzt Taten folgen und pflanzten eine Eiche. Der klimafeste Baum fand seine neue Heimat an der Grenzhöfer Straße auf Höhe der Handelsstraße. „Mit jedem gepflanzten Baum leisten wir einen wichtigen Beitrag für das Klima. Mehr Stadtgrün sorgt für Abkühlung und filtert jede Menge klimaschädliche Gase“, so Grünensprecher Isabel Moreira da Silva. Ein positiver Nebeneffekt: Der Baum verschönert die Ortseinfahrt. „Zusammen mit der geplanten Blühwiese wird die Ecke in ein paar Wochen richtig schön aussehen“, freute sich Spitzenkandidatin Christa Balling-Gündling.

Dass der Baum fachgerecht in die Erde kam, dafür sorgte Hubertus Mauss. Der Landschaftsplaner und bekennende Baumfreund zeigte sich begeistert von dem Hochstamm: „Eichen sind sehr robust und können sehr alt werden. Sie halten dem Klima besser stand als andere Baumarten, die unter der Aufheizung leiden.“ Doch Eichen können noch viel mehr: In Sachen Artenvielfalt sind sie kaum zu schlagen: „Sie beherbergen einen wahren Kosmos an Tieren“, erläuterte Mauss. „Von allen heimischen Bäumen leben in der Eiche die meisten Insektenarten. Bis zu 1000 Käferarten können es sein. Aber auch zahlreiche Schmetterlinge finden hier in ihr ein Zuhause. Und natürlich bietet sie auch Nahrung und Nistplatz für unzählige Vögel und andere Tiere.“ Viele gute Gründe also, sich für diese Baumart zu entscheiden, waren sich alle einig. (mehr …)

Weiterlesen »

Klimaschutz: Aus Kattowitz kann ein Signal für Eppelheim ausgehen

Vom 2. bis 14. Dezember treffen sich fast 200 Staaten in Kattowitz in Polen zur alljährlichen UN-Klimakonferenz. Zeitgleich warnen Forscher: Die Staaten müssen ihre Bemühungen verdreifachen, wenn sie die Klimaziele erreichen wollen. Die heutige Generation ist wahrscheinlich die letzte, die den ungebremsten Klimawandel abwenden kann. Die ersten Vorboten sind längst da: Unwetter, Starkregen, Dürren und Artensterben. Millionen Menschen auf der Flucht und politische Instabilität in vielen Regionen sind die globalen Folgen, ausgelöst durch Wüstenausbreitung, Wassermangel und Hunger.
„Noch haben wir es in der Hand, zur Erreichung der Klimaziele von Paris beizutragen“, erklärte Fraktionssprecherin Christa Balling-Gündling bei einer gemeinsamen Klausur von Vorstand und Fraktion der Eppelheimer Grünen. „Denn Klimaschutz beginnt vor Ort.“ Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen zog sie eine ernüchternde Bilanz. Balling-Gündling: „Beim Klimaschutz tritt Eppelheim bisher auf der Stelle. Die Stadt verfehlt ihre selbstgesetzten Klimaziele.“ Zwar ist Eppelheim der Kooperationsvereinbarung zum Klimaschutz mit dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Konvent der Bürgermeister beigetreten. Demnach hat sich die Stadt verpflichtet, die CO2-Emissionen um 20 % bis 2020 bzw. 30 % bis 2030 zu senken. Bei der Ökobilanz liegt die Stadt aber im kreis- und bundesweiten Vergleich weit abgeschlagen. Beim Verkehr sind die CO2-Emissionen gar im Zeitraum von 2010 bis 2015 gestiegen. (mehr …)

Weiterlesen »

Plastikmüll vermeiden: Stadt soll aktiv werden

Es ist mittlerweile bekannt: Plastikmüll ist längst zu einer globalen Bedrohung für die Umwelt geworden. Der Kunststoff, der in den letzten 100 Jahren produziert wurde, reicht aus, um den gesamten Erdball sechsmal einzupacken. Wegwerfprodukte aus Plastik sind allgegenwärtig – in den Meeren, der Natur, den Städten. Auch in Eppelheim trifft man ihn überall am Wegesrand, in den Straßen oder den Grünanlagen. Er ist nicht nur ein Ärgernis. Er gefährdet auch die Gesundheit von Mensch und Tier. Über die Nahrungskette landet der Plastikmüll schließlich auf unseren Tellern. Deshalb hat die Europäische Union unlängst darauf reagiert, will Einwegprodukte aus Kunststoff verbieten. Und in Eppelheim?

Die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen wollte es in der letzten Gemeinderatssitzung genauer wissen. Sie stellte eine Anfrage auf Verzicht von kleinen Portionsverpackungen aus Plastik für Butter, Konfitüre oder Kaffeemilch. Denn dies ist immer noch gängige Praxis bei städtischen Veranstaltungen. „Das verursacht nicht nur Unmengen an vermeidbaren Plastikmüll. Es ist auch teurer als größere Verpackungen“, warb die Fraktion für ein Weniger an Müll – und erntete hierfür allgemeines Unverständnis im Räterund.  (mehr …)

Weiterlesen »

Grüne starten Stickoxidmessung

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen startete zusammen mit der Gemeinderatsfraktion der Grünen eine erste Stickoxidmessung in Eppelheim. Stickstoffoxid ein Teil der Feinstaubbelastung, der als besonders gesundheitsschädlich gilt. Doch wie hoch ist die Belastung in Eppelheim? Das wollten nun die Grünen wissen. In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), Regionalverband Heidelberg und Rhein- Neckar- Kreis, brachten sie Messröhrchen des renommierten Schweizer Herstellers Passam an ausgewählten Schwerpunkten in Eppelheim an.

Die Messröhrchen müssen in einer Höhe von zirka zwei Metern angebracht werden. Andernfalls können die Messwerte verfälscht werden. Der Hersteller der Messröhrchen schreibt weiterhin vor, in welchem Zeitraum die Messungen durchzuführen sind. Gemessen wird die Konzentration an Stickstoffdioxid in der Luft. Stickstoffdioxid (NO2) ist ein Luftschadstoff, der als Nebenprodukt unter anderem in Dieselmotoren entsteht. Hauptverursacher erhöhter Konzentrationen an NO2 sind der Verkehr und Kraftwerke, die fossile Brennstoffe wie Kohle verbrennen. Stickstoffdioxid belastet Mensch und Umwelt. Beim Menschen kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lungenfunktion und letztlich zu chronischen Herz-Kreislauferkrankungen kommen.  (mehr …)

Weiterlesen »

Hitze und Klimawandel: Grün hilft Eppelheim

Der Klimawandel ist auch in Eppelheim angekommen. Die sommerlichen Hitzeextreme der vergangenen Wochen bleiben nicht ohne Folgen – für die Lebensqualität, die kommunale Infrastruktur und die Gesundheit der Menschen. So war die Stadt in diesem Sommer mehrfach von Feldbränden betroffen, öffentliche Grünflächen sind zum Teil braun, Bäume und Pflanzen leiden. Nicht nur für Ältere und Kranke ist diese extreme Hitze gefährlich. Sie ist belastend für alle Menschen. Dabei prognostizieren Forscher für den Raum Heidelberg in den nächsten Jahrzehnten eine weitere deutliche Zunahme von Hitzesommern.

Hierauf wollen die Grünen Antworten finden. „Bevor Eppelheim den Hitzekollaps erleidet, müssen wir jetzt gegensteuern“, fordert die Grüne Fraktion. „Eppelheim kann die globale Erwärmung nicht aufhalten, aber wir können lokal handeln. Bäume und Grünflächen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Pflanzen verdunsten Wasser und kühlen damit die Umgebung. Die Blätter binden zusätzlich Staub. Pflanzen werfen Schatten und verhindern somit das Aufheizen der Flächen.“ (mehr …)

Weiterlesen »

Grüne nehmen an Kampagne „Stadtradeln“ teil

„Eppelheim zeigt Flagge für mehr Klimaschutz. Wir freuen uns, dass Eppelheim an der kreisweiten Kampagne Stadtradeln teilnimmt“, erklärt die Grüne Fraktion. „Erstmals können auch Eppelheimerinnen und Eppelheimer drei Wochen lang offiziell für ein klima- und fahrradfreundliches Eppelheim in die Pedale treten. Auch die Grünen nehmen aktiv daran teil.“

Bei der Initiative des Klima-Bündnisses geht es darum, welche Stadt und Gemeinde mit Spaß die meisten Fahrradkilometer erradelt. Teams aus Bürgerinnen und Bürgern werden gebildet und treten in einem Wettstreit gegeneinander an. Auch Schulklassen, Vereine, Organisationen und Unternehmen sind aufgerufen, Teams zu bilden. Die Aktion startet offiziell am 9. Juni und endet am 29. Juni 2018.

Ziel der Aktion ist der Klimaschutz und die Förderung des Radverkehrs. Zugleich wird für die Benutzung des Fahrrads im Alltag geworben. Ausgezeichnet wird dann die fahrradaktivste Kommune im Rhein-Neckar-Kreis. „Da sich Eppelheim im Rahmen des Europäischen Konvents der Bürgermeister verpflichtet hat, die CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken, passt die Kampagne haargenau“, erklärt die Fraktion. „Hier ist aber noch viel zu tun. Die Aktion sollte keine Eintagsfliege bleiben. Vielmehr sollte sie Ansporn sein, aktiv daran zu arbeiten, Eppelheim zur fahrradfreundlichen Stadt zu machen.“

„Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, an der Kampagne teilzunehmen. Schwingen Sie sich auf Ihr Rad und sammeln Sie Kilometer für Ihr Team und Ihre Stadt.“

Mehr Infos unter: www.stadtradeln.de/eppelheim/

Weiterlesen »